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Wohnstätte Stade eG

Bereits seit der Jahrhundertwende 1900 wuchs aufgrund der industriellen Entwicklung in Stade der Bedarf an Wohnungen für Arbeiter- und Beamtenfamilien. Die Genossenschaftsidee wurde dabei erstmals 1899 aufgegriffen. Insgesamt fünf Gründungen bis 1921 planten den  Bau von Eigentumshäusern, alle ohne oder mit nur mäßigem Erfolg. Erst als 1925 die beiden Vorläufer der heutigen „Wohnstätte Stade eG“, die Bau- und Siedlungsgenossenschaft ´Selbsthilfe´ Campe bzw. die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Stade, sich entschlossen, Wohnungen in dauerhaftem Gemeinschaftsbesitz zu bauen, hatten sie Erfolg. Beide Gründungen aus der Arbeiterschaft schlossen sich 1927 zusammen.


Die ersten Genossenschaftshäuser an der Friedrich-Ebert-Straße

Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft konnte bereits 1926 ihre ersten Häuser errichten. Wie es sich für eine Gründung aus der Gewerkschaftsbewegung gehört, entstanden die ersten Häuser an der Friedrich-Ebert-Straße. Die Wohnungen in den ersten fünf Doppelhäusern mussten wegen der großen Nachfrage verlost werden. 1927 baute man weitere Doppelhäuser, aber auch den ersten Block mit 16 Wohneinheiten, die „Rote Burg“. Das Baugelände am Stadtrand wurde weiter aufgeschlossen und bebaut. Bis 1931 waren 221 Wohnungen im „Roten Viertel“ fertig gestellt.

1933 übernahmen Nationalsozialisten die Leitung der Genossenschaft, gebaut wurde auch weiterhin, „Volkswohnungen" und erstmals auch Einzeleigentum, allerdings mit einfachen Qualitätsstandards. 1938 und 1941 wurden die kleineren, bisher selbständigen Genossenschaften „Gemeinnütziger Bauverein“ und „Beamtenbauverein“ der Wohnstättengenossenschaft angegliedert. Nach dem Krieg verfügte das Unternehmen damit über 799 Wohnungen.

Die Wohnungsnot nach dem Krieg bedeutete für die Genossenschaft, dass viele Wohnungssuchende Mitglieder wurden. Für die nun mehr als 2000 Mitglieder Anfang der 50er Jahre mussten neue Wohnungen gebaut werden, 1364 waren es bis 1965. Aufgrund der Nachfrage wurden ab 1961 auch wieder Eigentumshäuser gebaut; erstmals auch  Einfamilienhäuser aus dem Gemeinschaftsbesitz den Mitgliedern zum Kauf angeboten.

Seit 1996 entschied sich die Genossenschaft, eine Tochtergesellschaft zu gründen, deren alleiniger Gesellschafter sie ist. Damit wurde es möglich, vielseitigere Immobiliengeschäfte auch für Dritte tätigen zu können. Die neue Gesellschaft verwaltet gleichzeitig die Bestände der Genossenschaft und ist Arbeitgeber für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


 










Wohnstätte Stade eG
Teichstr. 51
21680 Stade
Tel: 04141/607510
Fax: 04141/607512

info@wohnstaette.de
www.wohnstaette.de





Gründung:
24. Juli 1925

Wohnungen 2002:
2093

Mitglieder 2005:
4100





Zum Archiv:
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