Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Oberhausen-Sterkrade eG
Mit der raschen Industrialisierung der Ruhrgebietsstädte im 19. Jahrhundert waren es vor allem die großen Zechen und Stahlwerke, die dringend Arbeitskräfte benötigten und den Wohnungsbau teilweise selber übernahmen. Die Werkssiedlungen konnten die Wohnungsnot aber nicht allein beseitigen, zumal mit der Industrialisierung auch Arbeitsplätze in anderen Bereichen entstanden. Oberhausen-Sterkrade wurde zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt in der Region. Weitere Anstrengungen für den Bau von Arbeiterwohnungen waren notwendig, so gründeten 22 Mitglieder am 18. Februar 1925 den „Wohnungsverein zu Sterkrade“.
 Modernisierte Genossenschaftshäuser an der Tirpitzstraße
Der Gründungszeitpunkt der Genossenschaft 1925 war günstig, denn nach dem Ersten Weltkrieg und der folgenden Inflationszeit war kaum noch gebaut worden. Zum ersten Mal in der Geschichte vergab der Staat ab Ende 1924 Wohnungsbaudarlehen zum Bau von „Kleinwohnungen“ für Arbeitnehmerkreise. Zu diesem Zweck hatte man eine Steuer erhoben, die Hauszinssteuer, gezahlt von denjenigen Hausbesitzern, die durch die Inflation ihre mit Hypotheken belasteten Häuser quasi mit Pfennigbeträgen abgezahlt hatten. Der Wohnungsverein zu Sterkrade konnte seine ersten Wohnungen bauen.
Ihren heutigen Namen erhielt die Genossenschaft 1942. Aus wirtschaftlichen aber auch politischen Gründen schlossen die Nationalsozialisten Wohnungsgenossenschaften zusammen. Der Wohnungsverein wurde mit einer „Baugruppe Oberhausen“ zur „Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Oberhausen-Serkrade“ zwangsvereinigt.
Ihre bedeutendste Neubauphase der Genossenschaft lag in den 1950er und 1960er Jahren. Nach der Währungsreform von 1948 vergab der Staat die umfangreichsten Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau in der Geschichte. Aber auch andere Geldgeber fanden sich, die Wohnungen für ihre Mitarbeiter benötigten und die Genossenschaft unterstützten. So entstanden bis 1952 mit Fördermitteln des Bergbaus Wohnungen für Beschäftigte des „Schacht Walsum“ und deren Familien.
Gerade im Ruhrgebiet ist der Wohnungsmarkt heute auf Grund abnehmender Bevölkerungszahlen entspannt. Neubau lohnt sich nur in wenigen Fällen. Vor allem setzt die Genossenschaft auf die zeitgemäße Modernisierung ihrer Wohnungen und auf die Bereitstellung zusätzlicher Dienstleistungen für ältere Mitglieder vor allem in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO).
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Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Oberhausen-Sterkrade eG Kleine Eichelkampstraße 1 46145 Oberhausen Tel: 0208/69005-0 Fax: 0208/69005-10
www.gwg-sterkrade.de info@gwg-sterkrade.de
Gründung: 18. Februar 1925
Wohnungen 2005: 2816
Mitglieder 2005: 3557
Zum Archiv: Siedlungen Einrichtungen Personen Literatur
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