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Wohnungsgenossenschaft
Heimkehr eG, Hannover

Am 25. Mai 1900 gründeten 158 Personen in Hannover den Vorläufer der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr eG, den Beamten-Wohnungs-Verein. Die Initiative dazu war von Obertelegrafenassistent Otto ausgegangen, der etwas gegen die Wohnungsnot unter seinen Kollegen und ihren Familien unternehmen wollte.


Ahornstraße, 1910 erbaut vom Spar- und Bauverein Würfel

Der Genossenschaftsgedanke war in Hannover zu dieser Zeit bereits bekannt. Die ersten Mitglieder der neuen Genossenschaft waren hauptsächlich Beschäftigte der Reichsbahn, der Polizei und Privatbeamte; erst später kamen Kommunalbeamte hinzu.

Das erste große Siedlungsprojekt des Beamten-Wohnungs-Vereins war der Bau der Gartenvorstadt Waldheim ab 1901 in der damals noch selbständigen Gemeinde Döhren. Bis 1925 entstanden hier 80 Wohnungen im Gemeinschaftsbesitz der Genossenschaft und 70 Eigenheime für deren Bau die Grundstücke zunächst an Mitglieder veräußert wurden. Während der Kaiserzeit konnten insgesamt 222 Wohnungen gebaut werden.

Ihren heutigen Namen erhielt das Unternehmen 1943. Aus wirtschaftlichen aber ebenso politischen Gründen drängten die Nationalsozialisten auf den Zusammenschluss kleinerer Wohnungsgenossenschaften. Der Beamten-Bauverein als größte von fünf fusionierten Genossenschaften brachte 1161 Wohnungen in das neue Unternehmen ein, fast die Hälfte des Wohnungsbestandes. Der zweitgrößte Partner war der Namensgeber, die 1920 gegründete „Heimkehr“, deren Namen auf die Gründer zurückgeht, die zum größten Teil Kriegsheimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg waren.

Im Zweiten Weltkrieg war Hannover von Bombenzerstörungen besonders stark betroffen gewesen. Die Heimkehr hatte 40% ihrer Wohnungen verloren, weitere 42% waren ebenfalls erheblich beschädigt. Es dauerte bis 1952, bis alle Schäden beseitigt waren. Nach der Währungsreform von 1948 konnte damit begonnen werden, den enormen Neubaubedarf der Nachkriegszeit zu beheben. Bis 1959 baute die Heimkehr mehr als 2000 Wohnungen neu.

Mit der Beseitigung der größten Wohnungsnot Anfang der 1960er Jahre entwickelten sich neue Wohnbedürfnisse. Von daher entschied sich die Genossenschaft, wie in ihren Anfangsjahren, erneut Eigenheime für Mitglieder zu bauen. Aufgrund der steigenden Baupreise musste dabei auf Grundstücke am Stadtrand oder auch außerhalb der Stadtgrenzen zurückgegriffen werden. Der Neubau von Geschosswohnungen ging immer mehr zugunsten der Modernisierung der Altbestände zurück.

Erst gegen Ende der 1980er Jahre stieg die Wohnungsnachfrage wieder an, nicht zuletzt aufgrund von Spätaussiedlern aus Osteuropa und vor allem seit dem Fall der Berliner Mauer. Die Heimkehr wurde in unterschiedlicher Weise aktiv, um der steigenden Wohnungsnachfrage nach unterschiedlichen Wohnungstypen zu begegnen. Neben kleineren Neubauprojekten baute man Dachgeschosse aus, kaufte Wohnungsbestände zur Modernisierung auf oder beteiligte sich mit 61 Wohnungen 1998 an einem Bauprojekt auf dem EXPO-Gelände.

 









Heimkehr eG
Allmersstr. 8-9
30173 Hannover
Tel: 0511/980960
Fax: 0511/9809666

info@heimkehr-hannover.de
www.heimkehr-hannover.de





Gründung:
5. Mai 1900

Wohnungen 2002:
4764

Mitglieder 2002:
10.677




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