Wohnungs-Verein Rheine eG
61 Beamte und Angestellte gründeten 1911 auf Initiative von Stadtoberinspektor Bernard Lutermann und Stadtbaurat Walter Viegener den Beamten-Wohnungs-Verein Rheine. Die Initiative aus der Stadtverwaltung zur Gründung der Genossenschaft hatte den Vorteil, dass bereits zwei Wochen später mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden konnte. Die ersten Baugrundstücke erhielt der Wohnungsverein von der Stadt zu günstigen Bedingungen in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Zudem übernahm die Stadt Bürgschaften, die es der Genossenschaft erleichterten, Baudarlehen aufzunehmen.
 Frühe Genossenschaftshäuser an der Bruktererstraße, heute denkmalgeschützt
Im ersten Jahr konnten 21 Wohnungen gebaut werden. Vorrangiges Ziel war zunächst der Bau von Eigenheimen. Der Erste Weltkrieg und die folgende Inflationszeit erschwerte die Fortführung der Bautätigkeit. Erst ab 1924 – mit verbesserten Finanzierungsbedingungen durch die staatliche „Hauszinssteuer“ – konnte in größerem Umfang gebaut werden, bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs insgesamt 344 Wohnungen. 1939 wurde die Bezeichnung „Beamte“ aus dem Namen der Genossenschaft gestrichen.
Der Neubau konnte nach dem Krieg mit der Währungsreform wieder beginnen. Wegen der Wohnungsnot in dieser Zeit wurden zum Beispiel auf den Grundstücken der kriegszerstörten Einfamilienhäuser nun Mehrfamilienhäuser errichtet. Vor allen in den 1950er und 1960er Jahren entstanden größere Neubauprojekte. Der größte Zugang an Wohnungen ergab sich 1975 durch den Zusammenschluss mit dem 1903 gegründeten Gemeinnützigen Bauverein Rheine, der 474 Wohnungen in die gemeinsame Genossenschaft einbrachte.
Neben Neubau und Wohnungsvermietung verwaltet die Genossenschaft heute eigene und weitere fast 1000 Wohnungen für Dritte bzw. die selber erstellten Eigentumswohnungen.
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Adolfstr. 23 48431 Rheine Tel: 05971/4080 Fax: 05971/40825
info@wohnungs-verein-rheine.de www.wohnungs-verein-rheine.de
Gründung: 16. Januar 1911
Mitglieder 2005: 2267
Wohnungen 2005: 1730
Zum Archiv: Siedlungen Einrichtungen Personen Literatur
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