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Wohnbau Lemgo eG

Die „Wohnbau-Lemgo eG“ wurde 1948 mit Unterstützung aus weiten Kreisen der Bevölkerung gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg fehlte es vor allem an Wohnungen. In den 1940er Jahren waren kaum neue Wohnungen gebaut worden. Kriegszerstörungen, aber auch der Wohnungsbedarf der vielen Flüchtlingsfamilien hatte zu einer enormen Wohnungsnot geführt. Nach der Währungsreform von 1948 flossen wieder öffentliche Mittel in den Wohnungsneubau. Im damaligen Kreis Lemgo entschied man sich, zusätzlich die genossenschaftliche Selbsthilfe zu aktivieren.


Modernisiertes Haus am Spiegelberg 43

Ihren ersten Sitz hatte die „Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Lemgo eGmbH“ in Brake. Im Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens waren namhafte Bürger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vertreten.

Bereits im Frühjahr 1949 konnte mit der Arbeit begonnen werden. Ziel war in erster Linie der Bau von Eigenheimen für die Mitglieder. Die Bauleistungen in den ersten beiden Jahrzehnten nach der Gründung waren wegen der Solidarität aller Beteiligten enorm. Im Durchschnitt entstanden pro Jahr nicht weniger als 400 Wohnungen, 8.584 bis zum Jahr 1970; und dies in der Zeit der größten Wohnungsknappheit in der Bundesrepublik Deutschland.

Als am 1. Januar 1973 der alte Kreis Lemgo in den Kreis Lippe integriert wurde, entschied man sich, eine neue Firmenbezeichnung zu wählen; die Genossenschaft erhielt ihren heutigen Namen. Die drängendste Wohnungsnot war in Lippe nicht zuletzt durch die Arbeit der Wohnbau Lemgo eG nun beseitigt. Trotzdem konnte die Genossenschaft bis heute weitere rund 4000 Wohnungen fertig stellen. Mehr als drei Viertel aller erbauten Wohnungen waren Eigentumsmaßnahmen in Ein- und Zweifamilienhäusern; knapp ein Viertel blieben im dauerhaften Besitz der Genossenschaft.

Ziel der Wohnbau Lemgo eG ist es, den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Eigentumshäuser anzubieten, die weitgehend nach deren individuellen Vorstellungen gebaut sind. Der genossenschaftseigene Hausbesitz bietet den Mitgliedern Wohnsicherheit, die über ein normales Mietverhältnis hinausreicht. Für ältere Menschen stehen spezielle Altenwohnungen zur Verfügung, die mit Serviceleistungen und Betreuungsangeboten ein weitgehend selbständiges Wohnen im Alter ermöglichen. Auch bei aktuellen Modernisierungsmaßnahmen wird darauf geachtet, die Wohnsituation vor allem der älteren Mitglieder zu verbessern. So entstand mit der Sanierung der 50er Jahre-Siedlung am Spiegelberg u.a. ein Haus für pflegebedürftige Menschen und ein „Wohngemeinschaftshaus“ mit Gemeinschaftsküche.

 

Wohnbau Lemgo eG
Pagenhelle 13
32657 Lemgo
Tel: 05261/2599-0
Fax: 05261/12122


info@wohnbau-lemgo.de
www.wohnbau-lemgo.de




Gründung:
16. September 1948

Wohnungen 2005:
2447

Mitglieder 2005:
5380




Zum Archiv:
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Literatur
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1990-