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Bauverein Leer eG

Die Häuser der Bauverein Leer eG prägen wesentlich das Stadtbild von Leer mit. Dazu zählen nicht nur die heute im eigenen Bestand befindlichen Wohnungen, sondern auch die vielen Eigenheime, die mittlerweile in dn Besitz ihrer Bewohner übergegangen sind.

Die Idee zur Gründung eines gemeinnützigen Bauvereins ging in Leer von einem Evangelischen Arbeiterverein aus. Unter den ersten 81 Mitglieder fanden sich aber auch die Namen von angesehenen Bürgern der Stadt und alteingesessenen Firmen wieder, zu denen später auch die Stadt Leer und der Landkreis hinzutraten. In erster Linie wollte man Arbeiterfamilien zu Wohneigentum verhelfen.


Genossenschaftswohnungen in der Bavinkstraße

Die ersten sechs Doppelhäuser des Bauvereins am Conrebbersweg/Ubbo-Emmius-Straße wurden 1914 errichtet, einfache Häuser im ländlichen Stil der damaligen Zeit. Seit den 1920er Jahren ging man aufgrund von Förderbedingungen auch zum Miethausbau über. Bis 1931 hatte der Bauverein 224 Wohnungen errichtet.

Nach der Währungsreform konnten wieder staatliche Kredite in den dringend benötigten Wohnungsneubau fließen. Der Bauverein Leer errichtete so zwischen 1950 und 1974 mehr als 1200 Neubauwohnungen im Geschosswohnungsbau und als Eigenheime, für die alten Mitglieder und für neu hinzugezogene Flüchtlingsfamilien, im Auftrag von Firmen, die ihren Mitarbeitern Wohnungen verschaffen wollten sowie für öffentliche Arbeitgeber wie Bundespost, Bundeswehr, Arbeitsamt oder Zollamt. Mehr als jede fünfte Wohnung, die in Leer in dieser Zeit gebaut wurde, war eine Wohnung des Bauvereins. In dieser Entwicklung wurde das Jahr 1952 zum bedeutendsten Baujahr mit insgesamt 202 Wohnungen.

1972 kam es zudem zur Verschmelzung mit dem Beamten-Wohnungs-Vereins zu Leer eGmbH. Der Verschmelzungsvertrag vom 21.04.1972 wurde von den Mietgliederversammlungen des Beamten- Wohnungs-Vereins zu Leer und des Bauvereins genehmigt. Der Grund für die Fusion war durch die Schwierigkeit bedingt, bei nicht ausreichender Größenordnung und fehlender Substanz der Baupflicht nach dem Gemeinnützigkeitsgesetz nachzukommen. Der übernommene Bestand belief sich auf 89 Wohnungen bzw. 134 Mitglieder.

Mitte der 1970er Jahre war die Zeit der großen Neubauprogramme vorbei. Altbaubestände mussten modernisiert werden, mehrere Wohnanlagen entstanden, die auf die speziellen Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet waren. Ein Neuorientierung der Genossenschaft stand 1990 an. Das Wohnungs-Gemeinnützigkeitsgesetz wurde abgeschafft. Der Bauverein Leer entschied sich, auch in Zukunft steuerbefreit zu bleiben und somit hauptsächlich weiter als Wohnungsvermieter tätig zu bleiben, der sich weiterhin den alten gemeinnützigen Prinzipien verpflichtet fühlt.

Sichtbar wird dies nicht zuletzt an sozialen Leistungen und Einrichtungen der Genossenschaft. 1994 wird ein Mietertreff im Verwaltungsgebäude fertig gestellt. Die Räumlichkeiten werden insbesondere für Familientreffen in Anspruch genommen. Des weiteren werden diese Räume für Veranstaltungen der Volkshochschule sowie von Senioren für Spiel- und Bastelnachmittage genutzt.

Die Genossenschaft beschäftigt zudem Mitarbeiterinnen, die sich besonders mit den Problemen der älteren Mitglieder befassen: Hilfestellungen im Alltag oder die Vermittlung von besonderen Diensten werden angeboten. 1996 wurde schließlich der Nachbarschaftshilfeverein gegründet. Zweck des Vereins ist die aktive Mithilfe aller Altersgruppen, um Senioren die eigenständige Lebensführung in der vertrauten Umgebung noch lange zu ermöglichen und um Familien mit Kindern im Bedarfsfall die notwendigen Hilfestellungen zu geben.
 

Bauverein Leer eG
Edzardstraße 62
26789 Leer
Tel.: 0491/927-760
Fax: 0491/927-7615

www.bauverein-leer.de
info@bauverein-leer.de




Gründung:
9. Mai 1913

Mitglieder 2007:
2439

Wohnungen 2007:
1573




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