Kreis Wohnstätten Genossenschaft Halle Westfalen eG
Der ehemalige Kreis Halle/Westfalen liegt am südlichen Teutoburger Wald, am Rande des ostwestfälischen Industriegebietes entlang der Autobahn zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover. Die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Raum seit der Jahrhundertwende 1900 hatte ihre Auswirkungen auch auf die umliegenden kleineren Gemeinden. Für die wachsende Bevölkerung fehlten ausreichend Wohnungen, so dass sich schließlich hochrangige Repräsentanten des Kreises, unter anderem der Sparkassendirektor, 1936 für die Gründung einer Wohnungsgenossenschaft einsetzten. Zwar konnte noch 1939 ein erstes Baugelände angekauft werden, doch zum Wohnungsbau kam es auf Grund des Krieges nicht mehr. Um so drängender stellte sich die Wohnungsnot nach dem Krieg dar, zumal Flüchtlinge aus dem ehemaligen deutschen Osten aufgenommen werden mussten.
 Wohnumfeldverbesserung für 33 Genossenschaftswohnungen in der Schumannstr. 1-7 in Steinhagen
Nach der Währungsreform von 1948 wurde die Genossenschaft gleich auf den unterschiedlichsten Feldern aktiv: sowohl beim Bau von Eigenheimen für Mitglieder, als auch für Dritte als Baubetreuerin. Dabei setzte die Genossenschaft seit den 1950er Jahren auf die Bauselbsthilfe der Wohnungssuchenden. Neben den Eigenheimen entstanden Wohnungen im Geschosswohnungsbau. Da es im Kreis Halle/Westfalen keine vergleichbare kommunale Wohnungsbaugesellschaft gab, übernahm die Genossenschaft einen Großteil der im Kreis anfallenden Baubetreuungsaufgaben. Zur flexiblen Abwicklung dieser Maßnahmen gründete die Genossenschaft bereits 1954 eine GmbH, die bis 1980 tätig war.
Der heutige Wohnungsbestand im Besitz der Genossenschaft beträgt 1674 Wohnungen (2002). Aufgrund der Eigentumsmaßnahmen gibt es im Kreis Halle/Westfalen allerdings weit mehr Wohnungen, die von der Genossenschaft bzw. ihrer Betreuungs-GmbH errichtet wurden. Bis Ende 2002 entstanden weitere 4820 Wohnungen, die entweder für Dritte oder in eigener Regie gebaut und an Mitglieder privatisiert wurden.
Der heute ausgeglichene Wohnungsmarkt verlangt es, die bei der Genossenschaft verbliebenen Wohnungsbestände in einen zeitgemäß ausgestatteten Zustand zu versetzten. Aufgrund umfangreicher Modernisierungen verfügen heute alle Genossenschaftswohnungen über Bäder; der größte Teil der Häuser ist zudem wärmeisoliert und alle verfügen über eine Zentralheizungsanlage. Neubaumaßnahmen orientieren sich am aktuellen Bedarf auf dem Markt, so wurde 2002 eine „Betreute Wohnanlage“ für ältere Mitglieder mit 46 Wohnungen fertig gestellt.
|
|

Kreis Wohnstätten Genossenschaft Halle Westfalen eG Kättkenstr. 33 33790 Halle Tel: 05201/8157-0 Fax: 05201/8157-30
www.kwg-halle.de info@kwg-halle.de
Gründung: 2. April 1936
Wohnungen 2005: 1665
Mitglieder 2005: 2332
Zum Archiv: Siedlungen Einrichtungen Personen Literatur
|