Genossenschafts-Archiv.de
  |  Logout 03.09.2010  15:49:44    
Home
Genossenschafts-Archiv
Tipps zur Nutzung
Forum
Angebote
Wohn-Forschung
Genossenschafts-Geschichte
Mitglieder-Geschichte
Andernach
Bad Kreuznach
Bielefeld-Brackwede
Bielefeld, Freie Scholle
Borken-Westmünsterland
Braunschweig
Bünde-Herford
Coesfeld
Dortmund, SBV
Dortmund-Süd
Düsseldorf WOGEDO
Düsseldorf, Wohnungsgen.
Duisburg-Rheinhausen
Emsdetten
Essen, GEWOBAU
Gelsenkirchen/Wattensch.
Gevelsberg
Göttingen
Halle, Westfalen
Hannover, Heimkehr
Hattingen
Herne-Süd
Herne, Wanne-Eickel
Herne, Wohnungsverein
Iserlohn, B&S
Iserlohn, Letmathe
Kierspe
Köln-Ehrenfeld
Langenfeld
Leer
Leichlingen
Lemgo
Lünen
Menden, Hönnetal
Mülheim
Münster, Ketteler
Neuss
Oberhausen-Sterkrade
Rheine
Solingen, SBV
Stade
Trier
Velbert
Volksheimstätte eG, Göttingen

Wie kaum eine andere Wohnungsgenossenschaft ist die „Volksheimstätte“ ein typisches Kind der Nachkriegszeit. Nicht nur Kriegszerstörungen hatten einen ungeheueren Nachholbedarf an Wohnraum entstehen lassen, sondern auch die Flüchtlinge aus dem ehemaligen Osten Deutschlands. Für Göttingen und sein Umland machte sich die Einrichtung des Durchgangslagers für Flüchtlinge „Friedland“ in Bezug auf die Wohnungsnot besonders bemerkbar. Der Kreistag selber beschloss die Gründung der gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft „Volksheimstättenwerk des Landkreises Göttingen“ - so ihr erster Name.


Geschäftsstelle der Volksheimstätte eG an der Godehardstraße

Nach der Gründung 1948 konnte die Genossenschaft im Folgejahr mit dem Wohnungsbau beginnen. Vor allem in den Göttinger Umland-Gemeinden schlossen sich Bauwillige zu „Siedlergruppen“ für den Bau von Eigenheimen zusammen. Erst durch die Mitgliedschaft in der Genossenschaft wurde der Eigenheimbau für viele erschwinglich. Im ersten Jahr konnte mit dem Bau von 83 Eigenheimen und zusätzlich 42 Genossenschaftswohnungen begonnen werden. Mit den ersten Erfolgen stieg die Zahl der Mitglieder schnell an. Bereits Ende 1950 hatte die Volksheimstätte rund 1000 Mitglieder, die erst im Laufe der Jahre mit Wohnungen versorgt werden konnten.

Zu ihrem 25jährigen Jubiläum 1973 zog die Genossenschaft Bilanz. Mehr als 3500 Wohnungen für mehr als 10.000 Menschen waren in dieser Zeit entstanden, darunter etwa 2000 Genossenschaftswohnungen und 1500 Wohnungen in Eigenheimen. Die Volksheimstätte hatte ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Wohnungsnot nach dem Krieg schrittweise beseitigt werden konnte.

Seit Ende der 1970er Jahre stellt sich für die Volksheimstätte neben dem Neubau zum ersten Mal die Frage der Modernisierung von Beständen der frühen 1950er Jahre. Für den Neubau gelten nun andere Maßstäbe als in der Nachkriegszeit, die Wohnungsnachfrage wird differenzierter. Für ältere Menschen entstehen Wohnanlagen mit Betreuungsangeboten; eine Beratungsstelle sorgt für individuelle Hilfsangebote, damit die älteren Mitglieder selbständig wohnen können. Jungen Familien soll das Wohnen im eigenen Haus ermöglicht werden; trotz kosten- und flächensparendem Bauen entstehen Reihenhäuser mit genügend Freiraum für Kinder. Neben der Bereitstellung von kostengünstigen und modern ausgestatten Wohnungen gilt für die Genossenschaft die Wohnsicherheit in guter Nachbarschaft als wichtiges Ziel ihrer Arbeit.


 
 


Volksheimstätte eG, Göttingen
Godehardstr. 26
37081 Göttingen
Tel: 0551/50674-0
Fax: 0551/50674-22

info@volksheimstaette.de
www.volksheimstaette.de




Gründung:
1. März 1948

Wohnungen 2005:
2512

Mitglieder 2002:
4824





Zum Archiv:
Siedlungen
Einrichtungen
Personen
Literatur
1947-1949
1950-1974
1975-1989
1990-