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Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Gelsenkirchen und Wattenscheid eG

Überwiegend freigewerkschaftlich organisierte Arbeiter und Angestellte gründeten 1926 im damaligen Gelsenkirchener Gewerkschaftshaus die „Gemeinnützige Baugenossenschaft ´Vorwärts´“. Die ersten Häuser mit 12 Wohnungen konnten noch im Gründungsjahr gebaut werden, am Markgrafenhof in Gelsenkirchen-Ückendorf. Bis 1929 waren bereits 174 Wohnungen fertig gestellt. Die Zahl der Mitglieder war in dieser Zeit aber bereits auf 600 angestiegen.


Genossenschaftshäuser an der Waltraudstraße, erbaut 1927

1933 gehörten der Genossenschaft 459 Wohnungen, darunter 26 in Einfamilien-Doppelhäusern. Als ein Unternehmen, das aus der Arbeiterschaft hervorgegangen war, fiel die Genossenschaft der „Gleichschaltung“ zum Opfer. Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden ausgetauscht und die demokratischen Einrichtungen abgeschafft. Neu gebaut wurde kaum noch. 37 Wohnungen kamen 1938 durch den Zusammenschluss mit dem „Spar- und Bauverein Wattenscheid-Eppendorf“ hinzu. Mit dieser Verschmelzung verlor die „Vorwärts“ ihnen symbolträchtigen Namen.

Nach der totalen Zerstörung von 125 Wohnungen der Genossenschaft im Krieg, wurden zunächst die beschädigten Häuser instandgesetzt. Erst mit der Währungsreform von 1948 konnte mit dem konsequenten Wiederaufbau bzw. dem Neubau von Wohnungen begonnen werden. In den 1950er Jahren konnte die Zahl der Wohnungen auf 1047 mehr als verdoppelt werden. Einen Mitgliederzuwachs - ein Zeichen für die auch danach weiter vorhandenen Probleme auf dem Wohnungsmarkt - hatte die Genossenschaft allerdings noch bis 1970 zu verzeichnen.

In den darauf folgenden Jahren widmete sich die Genossenschaft vor allem der Modernisierung ihrer Bestände. In größerem Umfang neu gebaut wurde wieder in den 1990er Jahren, 12 Wohnungen an der Waldstraße in Wattenscheid, 14 Wohnungen – darunter zwei behindertengerechte – an der Robert-Gerritzmann-Höfen und bis 2000 in Bochum 25 Wohnungen. Da die Einwohnerzahl des Ruhrgebiet in Zukunft abnehmen wird, konzentriert sich die Genossenschaft vorrangig auf die Verbesserung ihrer Bestände mit dem Ziel, bezahlbare Wohnungen in einen angenehmen Umfeld zu erhalten.


 




Grenzstr. 183
45881 Gelsenkirchen
Tel: 0209/82190
Fax: 0209/878228

info@die-gwg.de
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Gründung:
18. Januar 1926

Mitglieder 2005:
1501

Wohnungen 2005:
1021




Zum Archiv:
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