WGEMS eG
Am 9. Mai 1907 versammelten sich im Hotel Kloppenborg 61 Bürger Emsdettens mit dem Ziel den „Gemeinnützigen Bauverein Emsdetten eGmbH“ zu gründen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts waren in Emsdetten Textilfabriken errichtet worden, die Arbeitskräfte aus dem Umland anzogen. Für die wachsende Bevölkerung fehlte der entsprechende Wohnraum. Mit der Gründung einer Genossenschaft, die die Selbsthilfe der Betroffenen nutzte, sollten Einfamilienhäuser entstehen, die im Mietkaufsystem in den Besitz der Mitglieder übergehen sollten.
 Genossenschaftshäuser Hamburger Damm von 1954-56, modernisiert 1978-81
Bis 1912 konnte der Bauverein 75 Ein- und 10 Zweifamilien-Häuser bauen; bis 1923 bereits 129 Eigenheime mit 151 Wohnungen und 20 weitere Häuser für Mitglieder, die auf eigene Rechung bauen wollten. Alle Häuser wurden bis zum Ende der Inflationszeit 1923 an die Mitglieder veräußert. Erste genossenschaftseigene Wohnungen entstanden an der Felixstraße während der Weltwirtschaftskrise 1930/31, als kaum noch jemand in der Lage war Eigentumshäuser zu finanzieren. Einige dieser Wohnungen sind heute die ältesten, die noch im Besitz der Genossenschaft sind.
Während der Kriegsjahre entstanden keine neuen Wohnungen, allerdings wurde der Name der Genossenschaft 1942 in „Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft“ geändert. Die größten Bauprogramme konnten nach der Währungsreform von 1948 umgesetzt werden. Auch weiterhin lag der Schwerpunkt der Tätigkeit beim Bau von Eigenheimen; rund zwei Drittel aller Wohnungen. In der Nachkriegszeit war die Wohnungsnot eine der dringlichsten Aufgaben, die gelöst werden mussten, denn neben der einheimischen Bevölkerung benötigten die Flüchtlingsfamilien Wohnungen. Neben den öffentlichen Geldern für den Wohnungsbau gab es in Emsdetten eine Besonderheit. Aufgrund der extremen Wohnungsknappheit wurde das „Siedlungswerk Emsdetten e.V.“ gegründet, eine durch Spenden aus der Bevölkerung finanzierte Initiative. In Zusammenarbeit mit dem Siedlungswerk baute die Genossenschaft zusätzliche Eigenheime.
Bis heute konnten mehr als 1800 Wohnungen gebaut werden, von denen 625 in genossenschaftlichem Besitz verblieben. Möglich wurde die Leistung nur durch die Förderung aus allen Bevölkerungskreisen und der Verwaltung. Ziel der Genossenschaft war und ist es, durch ihre Arbeit preisregulierend auf den Wohnungsmarkt einzuwirken. Für die Betreuung von Bauvorhaben bzw. die Hausverwaltung für Dritte gründete die Genossenschaft mit der „Ge-Wo Wohnungsbaugesellschaft mbH“ eine Tochtergesellschaft, heute Emsbau GmbH.
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WGEMS eG - Emsbau GmbH Emsstraße 34 48282 Emsdetten Tel: 02572/960553 Fax: 02572/9605540
info@wgems.de www.wgems.de
Gründung: 7. Mai 1907
Wohnungen 2002: 625
Mitglieder 2002: 1231
Zum Archiv: Siedlungen Einrichtungen Personen Literatur
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