Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost eG (WOGEDO)
Die Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost eG (WOGEDO) ist eine der großen Wohnungsgenossenschaften in Düsseldorf. Ihre Wohnungsbestände befinden sich überwiegend in den Stadtteilen Garath, Gerresheim, Lierenfeld und Wersten. Entstanden 1942 aus dem Zusammenschluss von vier bis dahin selbständigen Genossenschaften, gilt als Gründungsdatum der 19. Juli 1919. Damals gründeten Arbeiterfamilien gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber Albert Schöndorff den Gemeinnützigen Arbeiterbauverein "Freiheit", der zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses das mitgliederstärkste der vier Unternehmen war.
 Genossenschaftshäuser an der Nixenstraße
Das ursprüngliche Ziel der frühen Wohnungsgenossenschaften war es, preiswerten und qualitativ hochwertigen Wohnraum für einkommensschwächere Haushalte zu errichten. Gerade für Düsseldorf ist dieser Anspruch bis heute erhalten geblieben, denn Düsseldorf zählt aktuell zu den Städten in Deutschland mit dem höchsten Mietpreisniveau. Daher zählen besonders junge Mitglieder, Familien mit Kindern und Senioren zu den Bevölkerungskreisen, denen die Wogedo passenden Wohnraum anbieten möchte.
Drei der vier Gründungsgenossenschaften der Wogedo entstanden zwischen 1917 und 1919 in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit des Mangels: bereits während des Ersten Weltkriegs der Gemeinnützige Bauverein für Landhaussiedlungen in Wersten, 1919 der Arbeiterbauverein "Freiheit" im heutigen Stadtteil Vennhausen sowie die "Bauhülfe für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene e.V." in Gerresheim. 1926 wurde schließlich ebenfalls in Gerrenheim der Bauverein "Gartenstadt" gegründet. Bis zum Zeitpunkt ihres Zusammenschlusses konnten bereits mehr als 1300 Wohnungen für die Mitglieder erbaut werden.
Ihre größte Bauleistung verzeichnete die WOGEDO allerdings in den 1950er und 1960er Jahren. Um die Nachkriegs-Wohnungsnot zu beseitigen, die nicht nur durch Kriegszerstörungen bedingt war, sondern auch durch den massenhaften Zuzug von Flüchtlingen aus dem ehemals deutschen Osten, wurden in diesem Zeitraum die größten Wohnungsbauprogramme verwirklicht, an denen sich die WOGEDO mit dem Neubau von mehr als 3300 Wohnungen beteiligte.
Zählten in dieser Zeit in erster Linie die Quantitäten, konnte sich die Genossenschaft seit den 1970er Jahren mit dem Ende des Wohnungsmangels in ihrer Bautätigkeit wieder zielgerichtet am Bedarf ihrer unterschiedlichen Mitgliedergruppen orientieren. Altbaubestände wurden modernisiert, erste Wohnanlagen mit Beratungs- und Betreuungsangeboten für Senioren errichtet und bereits 1977 entstanden die ersten behindertengerechten Wohnungen. Wohnungsangebote für Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen bereit zu stellen zählt bis heute zum Konzept der Wogedo.
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WOGEDO Gleiwitzer Straße 8 40231 Düsseldorf Tel.: 0211/29 900-0 Fax: 0211/29 900-66
info@wogedo.de www.wogedo.de
Gründung: 19. Juli 1919
Mitglieder 2006: 8918
Wohnungen 2006: 4538
Zum Archiv: Siedlungen Einrichtungen Personen Literatur
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