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gws-Wohnen Dortmund-Süd eG

Die gws-Dortmund-Süd eG wurde 1897 als Hörder Spar- und Bauverein gegründet. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte in den südlichen Ruhrgebietsorten der Industrialisierungsprozess begonnen. Zechen und Stahlwerke, so auch die Fa. Hoesch, entstanden rund um die Kleinstadt Hörde. Obwohl die neuen Arbeitgeber sich um den Bau von Werkssiedlungen für ihre Mitarbeiter bemühten, blieben die Wohnverhältnisse der Arbeiterfamilien katastrophal. Landrat Spring setzte sich für die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft für Hörde ein. Um möglichst vielen Arbeiterfamilien gesunden und preiswerten Wohnraum bereit stellen zu können, sollten nicht – wie damals üblich – Eigenheime gebaut werden, sondern Geschosswohnungen. Das Modell dafür war der „Spar- und Bauverein“.  Die ersten Häuser konnten noch vor der Jahrhundertwende an der Teutonenstraße gebaut werden. Die Mitgliederzahl stieg von 40 bei der Gründung bis auf fast 400 während der Kaiserzeit. 200 Wohnungen konnten in dieser Zeit gebaut werden.


Frühe Genossenschaftshäuser an der Teutonenstraße nach der Sanierung

Die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg ließ die Mitgliederzahl beim Spar- und Bauverein Hörde bis zum Ende der Inflation 1924 auf 1400 anwachsen. Die kleine Genossenschaft konnte zwar während der Weimarer Republik noch einmal rund 200 Wohnungen bauen, die Nachfrage aber bei weitem nicht erfüllen. Bis 1933 blieben rund 750 Mitglieder bei der Genossenschaft. Die Nationalsozialisten betrieben den Zwangszusammenschluss von Wohnungsunternehmen, um sie leistungsfähiger zu machen, aber auch besser kontrollieren zu können. 1941 kam es in Hörde zum Zusammenschluss des Spar- und Bauvereins mit drei kleineren Unternehmen, die nun gemeinsam als „Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Dortmund-Süd“ (GWS) über 645 Wohnungen verfügten. Die von den Nationalsozialisten hochgesteckten Neubauziele konnten nicht verwirklicht werden.

Erst nach der Beseitigung der Kriegsschäden und der Währungsreform von 1948 entstanden die größten Bauprojekte der Genossenschaft. Bis 1960 verfügte die GWS über rund 2000 Wohnungen, die meisten Anfang der 1950er Jahre aus Sondermitteln für Stahlarbeiter gebaut. Zum ersten Mal baute die Genossenschaft nun auch Eigenheime für Mitglieder, die mit dem Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs Mitte der 1950er Jahre immer beliebter wurden. Bis heute entstanden mehr als 1000 Eigenheime in der Bauträgerschaft der GWS.

Obwohl zur Zeit der Wohnungsmarkt gerade in den Ruhrgebietsstädten durch Leerstände geprägt ist, baut die GWS in Teilbereichen weiter. In den letzten Jahren entstanden Am Schallacker mit dem Bau des neuen Verwaltungsgebäudes 101 komfortabel ausgestattete Genossenschafts- und Eigentumswohnungen, die auf dem Markt gefragt sind. Um auch in Zukunft am Wohnungsmarkt bestehen zu können, modernisiert die GWS nicht nur ihre Bestände, sondern stärkt in ihren Siedlungen das nachbarschaftliche Miteinander bzw. erweitert ihre Dienstleistungsangebote für die Mitglieder.


 

gws-Wohnen Dortmund-Süd eG
Am Schallacker 23
44263 Dortmund
Tel: 0231/941314-0
Fax: 0231/941314-14

www.gws-dortmund.de
gws@gws-dortmund.de





Gründung:
31. Juli 1897

Wohnungen 2005:
3742

Mitglieder 2005:
4846



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