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Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford eG

Auf Betreiben der Landesversicherungsanstalt Westfalen, die Kredite für den Kleinwohnungsbau vergab, wurde 1937 in Anwesenheit hochrangiger Vertreter des Kreises und der Gemeinden sowie unter Beteiligung von Industriellen die „Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford“ gegründet. Ziel der Genossenschaft war es vor allem, Eigenheime und „Siedlerstellen“ (Eigentumshäuser mit Gartenland zur Selbstversorgung) zu errichten. Noch vor dem Krieg konnte die Genossenschaft 65 Eigenheime und 21 Siedlerstellen bauen. 245 Mitglieder hatten sich in dieser Zeit bereits für den Erwerb der Genossenschaftshäuser angemeldet.


50er Jahre - genossenschaftlich erbaute Eigenheime - 90er Jahre

Erst nach der Währungsreform von 1948 konnte die Genossenschaft in größerem Umfang bauen. Ab 1950 wurde wieder eine staatliche Finanzierung für den Eigenheimbau, jetzt aber auch für den Geschosswohnungsbau, zur Verfügung gestellt.

Zwischen 1950 und 1954 konnte die Bau- und Siedlungsgenossenschaft die fast unglaubliche Bauleistung von rund 2500 Neubauwohnungen erbringen. Zum größten Teil waren es Eigenheime. Vor allem der von dem Architekten Gelderblom entworfene Haustyp „Spenge“  war sehr gefragt. Das Haus hatte im Untergeschoss drei Räume inkl. Wohnküche, dazu kam ein eingebauter Stall. Das Dachgeschoss konnte selbst genutzt oder als zusätzliche Wohnung ausgebaut und vermietet werden. Viele Familien konnten sich auch deshalb ein Eigenheim leisten, weil ein beträchtlicher Teil der Kosten durch Bauselbsthilfe (Eigenleistung) eingespart werden konnte.

Als die Genossenschaft 1967, zu ihrem dreißigjährigen Bestehen, Bilanz zog, hatte sie mehr als 3900 Häuser mit 8100 Wohnungen errichtet. Leider nahm von nun an die Zahl der Wohnungsneubauten ab. Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft hatte bis dahin wesentlich dazu beigetragen, dass die Wohnungsnot der Nachkriegszeit im Kreis Herford beseitigt werden konnte. Damit änderten sich aber auch die politischen Rahmenbedingungen für die Wohnungsbauförderung. In den 1970er und 1980er Jahren verlagerte sich die Betreuungstätigkeit der Genossenschaft verstärkt auf private Bauherren bzw. die eigenen Wohnungsbestände wurden modernisiert.

Erst Ende der 1980er Jahre machte sich auf Grund der politischen Umwälzungen und dem Zuzug von Ostdeutschen bzw. Spätaussiedlern aus den osteuropäischen Ländern erneut eine Wohnungsknappheit bemerkbar. Auch die Bau- und Siedlungsgenossenschaft beteiligte sich an Neubauprogrammen und errichtete zusätzlich Übergangswohnheime. Mit der Abschaffung des Gemeinnützigkeitsgesetzes für Wohnungsunternehmen verlagerte sich die Tätigkeit der Genossenschaft auf den Bau von Geschosswohnungen, um weiterhin als steuerbefreiten Wohnungsgenossenschaft arbeiten zu können. Für die Betreuungstätigkeit wurde 1990 eine 100%ige Tochtergesellschaft gegründet, die B&S Gesellschaft für Wohnungsbau, Stadt- und Dorferneuerung mbH. Die Genossenschaft, die heute (2002) knapp 1500 eigene Wohnungen vermietet, konzentriert sich darauf, ihren Wohnungsbestand zeitgemäß zu modernisieren, das Wohnumfeld zu pflegen und nachbarschaftliches Wohnen zu fördern. Neu gebaut wird dort, wo neuer Bedarf auf dem Markt entsteht, zum Beispiel Wohnungen mit Service-Angeboten für ältere Mitglieder, selbstverständlich barrierefrei.  


 











Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford eG
Hangbaumstr. 18
32257 Bünde
Tel: 05223/9291-0
Fax: 05223/9291-11

www.bus-buende.de
www,wohnen-owl.de
info@bus-buende.de




Gründung:
4. März 1937

Wohnungen 2004:
1506

Mitglieder 2004:
3184




Zum Archiv:
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1990-