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Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft eG Neuss

Als die Genossenschaft 1901 unter dem Namen „Neusser Arbeiterwohnungsgenossenschaft“ gegründet wurde, fehlten in vielen Städten Wohnungen für Arbeiter- und Handwerkerfamilien. Die industrielle Entwicklung hatte ihren Höhepunkt erreicht und die Einwohnerzahlen in den Städten stiegen an. Für private Bauherren lohnte sich der Bau von Kleinwohnungen kaum und auch Staat bzw. Stadt sahen den Wohnungsbau nicht als ihre Aufgabe an. Im Rheinland förderte vor allem die Landesversicherungsanstalt die genossenschaftliche Selbsthilfe und vergab Baudarlehen. Mit ihrer Hilfe und der Beteiligung von ortsansässigen Unternehmen, die Wohnungen für ihre Beschäftigten benötigten, konnte die Genossenschaft ihre Arbeit beginnen.


Modernisiertes Wohnhaus auf der Schulstraße 2/Büttgerstraße 17 in der Neusser Innenstadt

Bereits 1902 waren die ersten Wohnungen in der Vereins-, der Weingarten- bzw. der Leostraße bezugsfertig, am Ende der Kaiserzeit 64 Häuser mit fast 250 Wohnungen. Während der Kriegsjahre kam der Wohnungsbau zum Erliegen. Erst in der Zeit der Weimarer Republik setzte erneut ein Bauboom ein, denn nun vergab der Staat selber zum ersten Mal Darlehen für den gemeinnützigen Wohnungsbau.

Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen betrieben die Nationalsozialisten den Zusammenschluss bis dahin selbständiger Wohnungsgenossenschaften, 1942 auch in Neuss. Die Arbeiterwohnungsgenossenschaft, die bis dahin 1095 Wohnungen errichtet hatte, erhielt ihren heutigen Namen und wurde mit drei kleineren Unternehmen zusammen geschlossen. Der Spar- und Bauverein brachte 458 Wohnungen mit ins neue Unternehmen ein, die Beamten-Wohnungsgenossenschaft 367 bzw. eine „Kriegsbeschädigten-Genossenschaft“ weitere 13 Wohnungen. Die neue Genossenschaft zählte mit ihren fast 2000 Wohnungen zu den größten im Rheinland.

Nach Kriegszerstörungen blieben 1945 lediglich rund 60% der Wohnungen bewohnbar. Nicht zuletzt durch den Einsatz der Mitglieder konnten beschädigte Wohnungen wieder instandgesetzt werden. Es dauerte schließlich bis 1956, bis alle Kriegsschäden beseitigt waren. In den 1950er und 1960er Jahren kam es zu einer weitere Neubauphase aufgrund der Vergabe staatlicher Mittel für den sozialen Wohnungsbau.

Die 1980er Jahren waren für die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft von Modernisierungsmaßnahmen in ganzen Wohnvierteln gekennzeichnet. Beispielhaft kann dabei die Sanierung des sogenannten „Kolpingviertels“ bezeichnet werden, in dem auch die ältesten Häuser der Genossenschaft stehen. Im Laufe der Arbeiten wurde das Viertel unter Denkmalschutz gestellt und 1995 endgültig fertig gestellt.

Mit der Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit 1990 entschied sich die Genossenschaft für die Gründung einer Tochtergesellschaft, die für die Verwaltung von Eigentumswohnungen, die Baubetreuung und den Gewerbebau zuständig ist. 2001 wurde zudem die GWG Immobilienservice GmbH gegründet, die für den Immobilienverkauf zuständig ist. Ziel dieser Umstrukturierung ist, die Genossenschaft als steuerbefreite „Vermietungsgenossenschaft“ weiterführen zu können und damit gemeinnützige Prinzipien beizubehalten, die den Erhalt kostengünstiger und zeitgemäß modernisierter Wohnungen auch für die Zukunft ermöglichen.  

 




Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft eG, Neuss
Neusser Weyhe 85
41462 Neuss
Tel: 02131/5996-0
Fax: 02131/5495-66

info@gwg-neuss.de
www.gwg-neuss.de





Gründung :
5. Juli 1901

Wohnungen 2004:
3279

Mitglieder 2004:
3788





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