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Gemeinnütziger Bauverein eG
Bad Kreuznach


Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war die Wohnungsnot in deutschen Städten besonders groß, da während der Kriegsjahre so gut wie kein Neubau stattgefunden hatte. Mit dem Ende der Inflationszeit ab 1924 gab es zudem zum ersten Mal in Deutschland eine staatliche Förderung für den gemeinnützigen Wohnungsbau aus Mitteln der „Hauszinssteuer“. Diese Steuer wurde von denjenigen entrichtet, die sich durch die Inflation ihrer Hypothekenschulden entledigen konnten. Eine Vielzahl neuer Wohnungsgenossenschaften entstanden.


Genossenschaftshäuser an der Schönen Aussicht, Baujahr 1927

In Bad Kreuznach waren es Beamte des Finanz- bzw. des Hauptzollamtes, die die Gunst der Stunde nutzten und den Gemeinnützigen Bauverein gründeten, um die Wohnungsnot, die in dieser Zeit auch ihren Berufsstand betraf, durch Eigeninitiative zu beheben. Es entstanden ab Mitte der 1920er Jahre genossenschaftliche Wohnhäuser, die noch heute architektonisch herausragen.

Obwohl die Bauvereinshäuser im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Bombenschäden verschont geblieben waren, stand Bad Kreuznach nach dem Krieg erneut vor dem Problem eines enormen Wohnungsmangels. Vor allem mussten zusätzlich Ost-Flüchtlinge mit Wohnungen versorgt werden. So war es kein Einzelfall, dass in einem Wohnhaus in frühen 50er Jahren 19 Personen lebten, in dem heute noch fünf Mitglieder wohnen. Es galt zunächst, den Wohnungssuchenden ein „Dach über dem Kopf“ anbieten zu können. In dieser Zeit entstand der größte Teil der heutigen Bauvereinshäuser.

So notwendig der Neubau damals war, gibt es in Bad Kreuznach heute auf dem Wohnungsmarkt ein ausgeprägtes Überangebot an Mietwohnungen, bedingt auch durch den Abzug von US-Truppen. Der Gemeinnützige Bauverein setzt gegen drohende Leerstände eigener Wohnungen konsequent darauf, bei gleichzeitig günstigen Preisen die Qualität seiner Wohnungen zu verbessern. Gute Nachbarschaft und ein intaktes Wohnumfeld waren seit jeher Merkmale der Genossenschaftshäuser.   

Vor allem für die älteren Bewohnerrinnen und Bewohner ist die Nachbarschaftshilfe im Alltag von Bedeutung. Daneben bietet der Bauverein seinen Mitgliedern Dienstleistungen an, ob Vermittlung von Reinigungskräften, Hilfen beim Einkauf, bei Arzt- bzw. Behördengängen, um das Wohnen in der Genossenschaft attraktiv zu gestalten.





 












Gemeinnütziger Bauverein eG
Mittlerer Flurweg 20
55543 Bad Kreuznach
Tel: 0671/68237
Fax: 0671/76470

info@bauverein-bad-kreuznach.de
www.bauverein-bad-kreuznnach.de






Gründung:
25. Juli 1925

Mitglieder 2004:
838

Wohnungen 2004:
475




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