Genossenschafts-Archiv.de
  |  Logout 03.09.2010  15:49:30    
Home
Genossenschafts-Archiv
Tipps zur Nutzung
Forum
Angebote
Wohn-Forschung
Genossenschafts-Geschichte
Mitglieder-Geschichte
Andernach
Bad Kreuznach
Bielefeld-Brackwede
Bielefeld, Freie Scholle
Borken-Westmünsterland
Braunschweig
Bünde-Herford
Coesfeld
Dortmund, SBV
Dortmund-Süd
Düsseldorf WOGEDO
Düsseldorf, Wohnungsgen.
Duisburg-Rheinhausen
Emsdetten
Essen, GEWOBAU
Gelsenkirchen/Wattensch.
Gevelsberg
Göttingen
Halle, Westfalen
Hannover, Heimkehr
Hattingen
Herne-Süd
Herne, Wanne-Eickel
Herne, Wohnungsverein
Iserlohn, B&S
Iserlohn, Letmathe
Kierspe
Köln-Ehrenfeld
Langenfeld
Leer
Leichlingen
Lemgo
Lünen
Menden, Hönnetal
Mülheim
Münster, Ketteler
Neuss
Oberhausen-Sterkrade
Rheine
Solingen, SBV
Stade
Trier
Velbert
Gemeinnütziger Bauverein eG, Andernach

Im Juli 1919, kurz bevor die erste deutsche Republik in Weimar ihre Verfassung erhalten hatte, wurde die Gemeinnützige Bauverein eG Andernach gegründet. Die 104 Gründungsmitglieder kamen aus allen Kreisen der Bevölkerung, sie waren vor allem Arbeiter, Angestellte und Handwerker. Unterstützung erhielten sie von der Stadt, die bereits wenige Tage später Mitglied der Wohnungsgenossenschaft wurde und 100 Anteile übernahm.


Bauvereinshäuser in der Albertstraße

Andernach benötigte in dieser Zeit dringend Wohnraum, denn während der Kriegsjahre konnte kaum noch gebaut werden. Zudem hatten amerikanische und später französische Besatzungstruppen Wohnungen für sich beschlagnahmt. In der damals kleinen Stadt Andernach mit weniger als 10.000 Einwohnern, fehlten etwa 150 Wohnungen. Zeitungsberichten zufolge lebten teilweise bis zu acht Personen in einem Zimmer. Zwar gab es in Andernach eine bereits 1899 gegründete Wohnungsgenossenschaft, die allerdings lediglich vier Wohnungen errichtet hatte. Sie wurde noch 1919 in den neuen Bauverein eingegliedert.

Trotz schwierigster Bedingungen konnte der Bauverein dank allseitiger Unterstützung bereits 1920 seine beiden ersten Häuser, ein Drei- und ein Zwei-Familienhaus an der Güntherstraße 75 bzw. der Landsegnung 39 fertigstellen. In der „Landsegnung“ und „Im Boden“ entstanden selbst in der Inflationszeit bis 1923 weitere Häuser. Mit dem Ende der Inflationszeit und der Vergabe staatlicher Wohnungsbaudarlehen ab 1924, konnte die Genossenschaft bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 ihre bis dahin größten Bauvorhaben verwirklichen.  



 


Gemeinnütziger Bauverein eG
St.-Thomaser-Hohl 70
56626 Andernach
Tel: 02632/96370
Fax: 02632/963737

info@bauverein-andernach.de
www.bauverein-andernach.de



Gründung:
21. Juli 1919

Mitglieder 2004:
1440

Wohnungen 2004:
710


Zum Archiv:
Siedlungen
Einrichtungen
Personen
Literatur
1919-1929
1930-1949
1950-1974
1975-1989
1990-