Gemeinnütziger Bauverein eG, Andernach
Im Juli 1919, kurz bevor die erste deutsche Republik in Weimar ihre Verfassung erhalten hatte, wurde die Gemeinnützige Bauverein eG Andernach gegründet. Die 104 Gründungsmitglieder kamen aus allen Kreisen der Bevölkerung, sie waren vor allem Arbeiter, Angestellte und Handwerker. Unterstützung erhielten sie von der Stadt, die bereits wenige Tage später Mitglied der Wohnungsgenossenschaft wurde und 100 Anteile übernahm.
 Bauvereinshäuser in der Albertstraße
Andernach benötigte in dieser Zeit dringend Wohnraum, denn während der Kriegsjahre konnte kaum noch gebaut werden. Zudem hatten amerikanische und später französische Besatzungstruppen Wohnungen für sich beschlagnahmt. In der damals kleinen Stadt Andernach mit weniger als 10.000 Einwohnern, fehlten etwa 150 Wohnungen. Zeitungsberichten zufolge lebten teilweise bis zu acht Personen in einem Zimmer. Zwar gab es in Andernach eine bereits 1899 gegründete Wohnungsgenossenschaft, die allerdings lediglich vier Wohnungen errichtet hatte. Sie wurde noch 1919 in den neuen Bauverein eingegliedert.
Trotz schwierigster Bedingungen konnte der Bauverein dank allseitiger Unterstützung bereits 1920 seine beiden ersten Häuser, ein Drei- und ein Zwei-Familienhaus an der Güntherstraße 75 bzw. der Landsegnung 39 fertigstellen. In der „Landsegnung“ und „Im Boden“ entstanden selbst in der Inflationszeit bis 1923 weitere Häuser. Mit dem Ende der Inflationszeit und der Vergabe staatlicher Wohnungsbaudarlehen ab 1924, konnte die Genossenschaft bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 ihre bis dahin größten Bauvorhaben verwirklichen.
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Gemeinnütziger Bauverein eG St.-Thomaser-Hohl 70 56626 Andernach Tel: 02632/96370 Fax: 02632/963737
info@bauverein-andernach.de www.bauverein-andernach.de
Gründung: 21. Juli 1919
Mitglieder 2004: 1440
Wohnungen 2004: 710
Zum Archiv: Siedlungen Einrichtungen Personen Literatur
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