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Beispielhaftes aus Genossenschaften

Was die Wohnungsgenosenschaften für ihre Mitglieder leisten, sollten auch andere erfahren, nicht zuletzt die Mitglieder des Vereins „Wohnen in Genossenschaften".

Hier können Sie sich über Beispielhaftes informieren. Möchten Sie Ihre Meinung dazu sagen oder sich mit anderen austauschen, klicken Sie auf das Feld "meine Meinung/Anregung" am unteren Ende jedes Best Practice Beispiels oder auf die Leiste oben links.

erstellt: 10/2003



Spar- und Bauverein Solingen eG
Kölner Str. 47
42561 Solingen
info@sbv-solingen.de
Spar- und Bauverein Solingen eG
- Rabatte für Mitglieder

Ab Juli 2003 erhalten alle 15.000 Mitglieder der Genossenschaft die Möglichkeit, richtig Geld zu sparen. Jedem wird eine Mitglieds-Karte ausgehändigt, mit der man in bestimmten Geschäften Rabatt bekommt.

Der Spar- und Bauverein Solingen hat bei verschiedenen Geschäften Rabatte ausgehandelt, nur als Beispiele seien hier genannt: das Cinemaxx-Kino gewährt 1,- € auf jede Eintrittskarte; die Gaststätte Weegerhof 10% auf alle Speisen; der OBI-Baumarkt 5% (Ausnahmen sind z.B. Elektroartikel) oder die Stadtwerke geben auf Einzelantrag 3% Rabatt auf Strom und 5% auf Gas. Die Genossenschaft übernimmt dabei keinerlei Haftung oder Gewähr für leistungen dieser Firmen. Diese können die Vereinbarung ihrerseits unverzüglich kündigen.
erstellt: 1/2004


Spar- und Bauverein eG, Velbert
Grünstr. 3
42551 Velbert
webmaster@sparundbau-velbert.de
Spar- und Bauverein eG, Velbert
- Service für Mitglieder


Oft sind es die scheinbar unbedeutenden Kleinigkeiten, an denen die Mitglieder erkennen, dass ihre Genossenschaft an sie denkt. Der Spar- und Bauverein bietet zum Beispiel an:
Hochdruckreiniger-Verleih: Mitglieder können unseren Hochdruckreiniger tageweise ausleihen, Preis pro Tag 15,- €, Kaution 75,- €.
"Reißwolf"-Service: Wer in begrenzten Mengen Schriftstücke zu vernichten hat, kann nach Voranmeldung den "Reißwolf" in der Geschäftsstelle nutzen.
Sitzungssäle mieten: Die Sitzungssäle des Spar- und Bauvereins eignen sich gut für Versammlungen, Vereins-/Vorstandssitzungen oder für tagsüber stattfindende Empfänge bzw. Feiern. Mietpreis je nach Veranstaltung, Dauer und Benutzung von Einrichtungen ab 58,- €.

meine Meinung/Anregung
erstellt: 3/2004







Bauverein zu Lünen eG
Spormecker Platz 1a
44532 Lünen
info@bauverein.de
Bauverein zu Lünen eG
- Genussscheine, alternative Finanzierungsmöglichkeit

Mit bisher großem Erfolg bedient sich der Bauverein Lünen der Möglichkeit, die alte, zeitweise vergessene Wertpapierform „Genussschein“ zur Kapitalbeschaffung zu nutzen. Mitgliedern wird angeboten, über unterschiedlich lange Laufzeiten der Genossenschaft Geld zur Verfügung zu stellen und dafür einen Zinssatz zu erhalten, der über dem Niveau der Banken liegt. Auch Genossenschaften ohne eigene Spareinrichtung können diese Form der Kapitalbeschaffung relativ unbürokratisch für sich in Anspruch nehmen.

Der Genussschein ist für beide Seiten von Vorteil. Das Mitglied erhält einen relativ hohen Zinssatz, zum Beispiel zahlt der Bauverein Lünen bei einer Mindesteinlage von 2.500 € und einer Laufzeit von 10 Jahren bis zum 4. Jahr 4,55% und ansteigend bis zum 10. Jahr 4,80 %. Die Genossenschaft stärkt ihre Eigenkapitalbasis, muss bei Investitionen weniger Kreditzinsen aufbringen und verbessert ihre Position gegenüber Hypothekengebern.  


meine Meinung/Anregung
erstellt: 4/2004















Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld eG
Gravensteiner Str. 7
50825 Köln
info@gwg-ehrenfeld.de

Klaus Novy Institut e.V.
Annostr. 27
50678 Köln
angelika.simbriger@kni.de

Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld eG
-Wohnen mit Alt und Jung

In Köln besteht bereits seit 1994 der Verein „ Wohnen mit Alt und Jung e.V.“ der generationsübergreifende Wohnprojekte betreibt. Bei der Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld fand man ein offenes Ohr für die besonderen Anforderungen für ein Mehrgenerationen-Projekt. Noch 2004 wird mit der Bau einer Wohnanlage mit öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen, Gemeinschaftsräumen, Hausgarten und Kinderspielplatz begonnen werden.

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die neuen Bewohner/innen von der Zusammensetzung der Gruppe bis zur Gestaltung der Wohnungen und Anlagen, alles mitgegeplant und mitbestimmt haben. Begleitet und moderiert wurde der Prozess von dem in Köln ansässigen „Klaus Novy Institut“. Der für das Projekt gewählte Moderationsprozess hatte das Ziel, bereits im Vorfeld der Wohnungsbelegung den Zusammenhalt der Bewohner/innen sicher zu stellen und so Vereinsamung und Isolation von Einzelnen von vorn herein entgegenzuwirken.



erstellt 12/2004




Baugenossenschaft
"Freie Scholle" eG
Jöllenbecker Straße 123
33613 Bielefeld
www.freie-scholle.de



Baugenossenschaft "Freie Scholle" eG, Bielefeld
- Die erweiterte Selbstverwaltung in den Siedlungen

Ab 2002 gilt für alle Siedlungsgebiete der Freien Scholle ein „Selbstverwaltungsmodell“, das zusätzlich zur gesetzlich festgelegten Selbstverwaltung in allen Siedlungsgebieten der Genossenschaft eingeführt wurde.

Ziel dieser erweiterten Selbstverwaltung ist, die Lücke zwischen der Verwaltung und den Mitgliedern im Siedlungsgebiet zu schließen und Entscheidungen, die nur die Mitglieder eines Siedlungsgebietes betreffen, mit ihnen gemeinsam herbeizuführen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die speziellen Kenntnisse der Mitglieder von ihrem Siedlungsgebiet berücksichtigt werden können. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Fehlplanungen vermeiden, sondern die Mitglieder identifizieren sich auch in zunehmendem Maße mit ihrem Siedlungsgebiet, so dass gute Nachbarschaften in den Siedlungen der Freien Scholle entstehen und langfristig Bestand haben.

Aufbau der erweiterten Selbstverwaltung:
In Hausversammlungen kommen alle Bewohner eines Hauses in unregelmäßigen Abständen dann zusammen, wenn Entscheidungen zu treffen sind, die das ganze Haus angehen. Gewählte Haussprecher sind ehrenamtlich tätig und vertreten die Interessen ihrer Häuser in der Bezirksversammlung und gegenüber der Genossenschaft.
Jeweils zehn bis fünfzehn Häuser bilden einen Siedlungsbezirk. Die Haussprecher eines Bezirkes treffen sich regelmäßig in der Bezirksversammlung zur Wahl eines Bezirkssprechers aus ihren Reihen.
Gemeinsam mit den gewählten Vertretern des Siedlungsgebietes bilden die Bezirkssprecher den Siedlungsrat. Der Siedlungsrat entscheidet über die Angelegenheiten des Siedlungsgebietes.

erstellt 10/2004




Spar- und Bauverein Solingen eG
Kölner Str. 47
42561 Solingen
info@sbv-solingen.de




Spar- und Bauverein Solingen eG
- Integratives Wohnen (Mitsprache bei der Wohnungsbelegung)


Was 2001 als Modellversuch begonnen hatte, wird beim Spar- und Bauverein Solingen heute in sechs Siedlungsbereichen mit insgesamt mehr als 1500 Wohnungen praktiziert: Die Mitsprache von Bewohner-Vertetern (meist gewählte "Vertrauensleute") bei der Wohnungsvergabe.

Bei Kündigung einer Wohnung erfolgt eine Meldung an den Ansprechpartner in der Siedlung. In Absprache mit den Hausbewohnern wird der Verwaltung mitgeteilt, welches "Bewerberprofil" am besten in die Hausgemeinschaft passen würde. Nun bemühen sich die Hausbewohner auch selber darum, nach neuen Mitbewohnern zu suchen.

Die letztendliche Wohnungsvergabe erfolgt weiterhin über die Genossenschaft. Natürlich ist die Wohnungsvergabe an Ausländer ein Thema. Der Bericht aus der Verwaltung von 2003 kommt dabei zu folgendem Schluss: "Die Verantwortlichen versuchen, die Möglichkeit für eine "Optimierung" auch in diesem Sinne zu nutzen. Allerdings... konnten durch dieses Vorgehen Emotionen zugunsten von Sachlichkeit nach hinten gedrängt werden. Z.B. rückte bei ausländischen Wohnungssuchenden die Frage der Integierbarkeit in den Mittelpunkt - Ablehungen allein wegen des Namens blieben aus."

erstellt 12/2004




Baugenossenschaft
"Freie Scholle" eG
Jöllenbecker Straße 123
33613 Bielefeld
[www.freie-scholle.de]
















Hausversammlung in der Albert-Schweitzer-Straße
Baugenossenschaft "Freie Scholle" eG, Bielefeld
- Abriss und Neubau nach den Wünschen der Bewohner

1998 begann die Freie Scholle mit der Erneuerung des Siedlungsgebietes Albert-Schweitzer-Straße. Die Genossenschaft schlug den betroffenen Mitgliedern an Stelle der Modernisierung den Abriss und sofortigen Wiederaufbau ihrer Häuser vor. Nach ausführlicher Diskussion sprachen sich die Mitglieder für einen bestandsersetzenden Neubau ihrer Wohnungen unter der Voraussetzung aus, sich an den Planungen der Wohnungen beteiligen zu können.



Dementsprechend erfolgte die Planung der Grundrisse in enger Abstimmung mit den zukünftigen Bewohnern. Dazu hatte ein Projektteam, dem jeweils ein Mitarbeiter der Technischen Abteilung, der Mitgliederbetreuung und der Altenberatung angehörten, in Einzelgesprächen die Wohnwünsche der Mitglieder ermittelt. Durch dieses erstmals angewandte Verfahren ist sichergestellt, dass die Bewohner eine Wohnung beziehen werden, die weitestgehend ihren Vorstellungen und Wünschen entsprechen. Gleichzeitig entstanden so zukunftsweisende Wohnungen, die den Anforderungen des Marktes in jeder Hinsicht gerecht werden.

Im frei finanzierten Neubau baut die Genossenschaft 25 barrierefreie Geschoss- und Maisonette-Wohnungen. Sie ergänzen den Wohnungsbestand der Siedlung so, dass die Voraussetzungen für lebensgerechtes Wohnen innerhalb der Siedlung nachhaltig verbessert werden. Außer 14 Drei-Zimmer-Wohnungen mit 72 bzw. 85 m² Wohnfläche entstehen zwei Vier-Zimmer-Maisonette-Wohnungen mit 98 m², acht Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 62 m² sowie eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 43 m². Alle Wohnungen sind mit Balkon bzw. Terrasse ausgestattet.

Der erste Bauabschnitt mit dem Wiederaufbau des Hauses Albert-Schweitzer-Straße 15/15a konnte im Sommer 2004 fertig gestellt werden. Ab 2006 ist der Bau eines Nachbarschaftszentrums geplant. Zwei Häuser der Siedlung bleiben bis dahin als Ausweichwohnung erhalten. Zusätzliche Informationen auch unter www.keine-auto-trasse.de