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1975-1989

1975 konnte die Genossenschaft einen Bestand von 4.351 Wohnungen und 380 Garagen vorweisen. Hinzu kamen 66 Läden, Handwerksbetriebe, Wäschereien, Gaststätten, Arztpraxen und einiges mehr. Die Bilanzsumme war auf 72,4 Mio. DM gestiegen. Die Geschäftsguthaben der 8.632 Genossen erreichten mit 18.248 Anteilen einen Spitzenwert von 9,2 Mio. DM.

Zu diesem 75-jährige Jubiläum der Genossenschaft führten Hannovers Oberbürgermeister Schmalstieg sowie Oberstadtdirektor Koldewey aus: „ Der heutige Besitz an Wohnungen, Läden, Betrieben, Garagen, Einstellplätzen, zahlreichen Kinderspielplätzen und anderen Einrichtungen ist die stolze Bilanz für eine verantwortungsbewusste Arbeit des Unternehmens in den letzten 25 Jahren. Damit hat die Genossenschaft in beachtlichem Maße zum Wiederaufbau unserer stark zerstörten Stadt beigetragen.“

Bei aller Freude und allem Erfolg: inzwischen lahmte die Wohnungswirtschaft schon ganz erheblich. Eine tiefgreifende Rezession kündigte sich Mitte der 1970er Jahre an. Die Baugenehmigungen gingen drastisch zurück, teure Mietwohnungen fanden weniger Interessenten, doch der Bedarf an preiswerten und zeitgemäßen Sozialwohnungen bestand weiterhin.

Die Heimkehr passte sich notgedrungen der Situation an und drosselte die Neubautätigkeit. Dagegen bewegte sich der Aufwand für Instandhaltung und Modernisierung weiter auf hohem Niveau. Ein riesiger Ausgabeposten war das Fensterprogramm, das den Einbau zeitgemäßer Isolierglasfenster vorsah.

1980 wurde erstmals nach dem 2. Weltkrieg kein Bauvorhaben abgeschlossen und kein Neubau begonnen. Einige bereits fertiggestellte, zum Verkauf bestimmte Eigentumswohnungen fanden keine Käufer und wurden auf Dauer vermietet. 1984 wurde die Neubautätigkeit in bescheidenem Maße wieder aufgenommen. Und Jahr für Jahr flossen weitere Millionen in den Altbestand, unter anderem für Kabel-TV-Anschlüsse, Gasetagenheizungen, Vollwärmeschutz und Badezimmer-Modernisierungen.

1988 stellte sich überraschend wieder eine zunehmende Wohnraumverknappung ein. Zwar lag der soziale Wohnungsbau am Boden, doch die Zahl der Ein-Personen-Haushalte stieg, die Aussiedler-Politik der Bundesregierung, die steigende Zahl an  Asylbewerbern und die deutsche Einheit ab November 1989 führten zu zusätzlichem Druck auf die Wohnungsnachfrage.

(aus Festschrift: 100 Jahre Heimkehr eG, 1900-2000)
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