1975-1989
Im Jahre 1974 wurden Gespräche mit den Organen des gemeinnützigen Bauvereins Rheine eG aufgenommen, die auf eine Verschmelzung beider Genossenschaften hinausliefen. Die Verhandlungen waren am 27. Januar 1975 so weit gediehen, dass der Verschmelzungsvertrag von den Vorständen der beiden Genossenschaften unterzeichnet werden konnte. Die Mitgliederversammlung am 23. Juni 1975 beschloss rückwirkend zum 1. Januar 1975 die Verschmelzung der beiden Genossenschaften. Aufnehmendes Unternehmen war der Wohnungs-Verein.
Der Gemeinnützige Bauverein Rheine eG war im Jahre 1903 gegründet worden und hatte im Zeitpunkt der Verschmelzung 638 Mitglieder und 474 Wohnungseinheiten. Die Bilanzsumme belief sich auf 7 Mio DM. In den nachfolgenden Jahren wurde die Bautätigkeit unvermindert weitergeführt. Am 21. September 1978 konnte die Genossenschaft das Richtfest der 1.500. Genossenschaftswohnung im Objekt Keltenstiege 14-18 feiern.
Weitere Neubauvorhaben wurden an der Mühlenstraße 18-24, am Röwenkamp 10-12, an der Marsen- und Tubantenstraße und an der Keltenstiege errichtet. Bei den Wohnungen der Marsen- und Tubantenstraße wurden die bestehenden Altbauten, die wegen der schlechten Bausubstanz nicht mehr zu vermieten waren, durch Neubauten ersetzt. Diese Maßnahme wurde zu Beginn des Jahres 1985 abgeschlossen.
Im Objekt Keltenstiege 2 wurden die ersten behindertengerechten Wohnungen für Rollstuhlfahrer errichtet. Diese beiden Wohnungen wurden im Februar behinderten Mitgliedern zur Nutzung überlassen. Weitere Wohnungen dieser Art sind zwischenzeitlich von der Genossenschaft erstellt und schwerbehinderten Personen zur Verfügung gestellt worden.
Bei einem Rückblick auf die Tätigkeit der Genossenschaft darf es nicht unerwähnt bleiben, dass die Genossenschaft erhebliche Mittel für die Modernisierung und Instandhaltung des Wohnungsbestandes aufgewandt hat. Allein in 10 Jahren wurden für Modernisierung ein Betrag von 6,8 Mio DM und für Instandhaltung ein Betrag von 10,1 Mio DM ausgegeben. Bei den Ausgaben für die Modernisierung handelte es sich im wesentlichen um Kosten für den Einbau von Gasetagenheizungen, für den Ein- und Umbau von Bädern, für die Erweiterung der Elektroinstallation und für den Einbau von wärmedämmenden Kunststoff-Fenstern mit Isolierverglasung.
Neben diesen eigenen Wohnungen verwaltet die Genossenschaft noch 327 Mietwohnungen der Stadt Rheine sowie 98 Mietwohnungen und 2 Läden für fremde Eigentümer. Für 14 Eigentümergemeinschaften werden 303 Eigentumswohnungen und 2 Läden verwaltet. Im Jubiläumsjahr sind 2.275 Personen Mitglied der Genossenschaft. Neben der Bautätigkeit hat die Genossenschaft in Rheine eine Vielzahl von Erwerbshäusern erstellt, die veräußert wurden. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die Gruppenmaßnahme an der Dietrichstraße / Wielandstraße, an die Reihenhäuser Bonifatiusstraße / Welfenstraße und Teutonenweg. Darüber hinaus hat die Genossenschaft Bauherren bei der Errichtung ihres Eigenheimes finanziell betreut.
(aus Festschrift: 75 Jahre Wohnungs-Verein Rheine eG, 1911-1986)
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