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1950-1974

Die Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Lemgo orientierte sich mit ihren Baumaßnahmen an Interessen der Bevölkerung des eher ländlich geprägten Kreises Lemgo. Gewünscht waren vor allem Eigentumshäuser mit Gartenland zur Selbstversorgung. Die ersten 54 Häuser konnten bereits 1949 fertig gestellt werden. Insgesamt entstanden in den ersten vier Jahren nach Gründung knapp 1000 Wohnungen, von denen über 70% Eigentumsmaßnahmen, sogenannte Kleinsiedlungen oder Landarbeitersiedlungen waren.

Während Mietwohnungen vor allen in den größeren Gemeinden nachgefragt wurden, verteilten sich die bis 1952 fertig gestellten Eigenheime bereits auf nicht weniger als 51 Gemeinden und Ortschaften. Bis 1969 waren in 69 von insgesamt 75 Gemeinden des Kreises Genossenschaftshäuser gebaut worden. Bei den Siedlungshäusern handelte es sich durchweg um Einfamilienhäuser mit einer zusätzlichen Einliegerwohnung.

Fast 10.000 genossenschaftlich gebaute Neubauwohnungen innerhalb von 25 Jahren.

In den ersten 25 Jahren ihres Bestehens waren fast 10.000 Wohnungen gebaut worden, was ein durchschnittliches Jahresprogramm von 400 Wohnungen bedeutete. Notwendig waren diese Anstrengungen auch deshalb, da der Kreis Lemgo in der Nachkriegszeit zu den Kreisen zählte, deren Bevölkerungszahl enorme Zuwächse zu verzeichnen hatte, Ostflüchtlinge aber auch Menschen aus kriegszerstörten Städten wurden hier angesiedelt.

Die Tätigkeit der Genossenschaft beschränkte sich nicht allein auf das Mitgliedergeschäft. Nur knapp die Hälfte der gebauten Wohnungen entstanden für Mitglieder, bis 1974 waren darunter 2.037 Mietwohnungen und 2.125 Eigentumshäuser. Die restliche Bautätigkeit der Genossenschaft bezog sich auf Betreuungsmaßnahmen für Dritte, darunter 572 Mietwohnungen und 4.990 Wohnungen in Eigenheimen.

Die Wohnungsbau- und Siedlungsgenossenschaft war nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, da sie im Kreis Lemgo auf breite Unterstützung zurückgreifen konnte. Neben den öffentlichen Landesmitteln für den Wohnungsbau erhielt sie Darlehen von den Städten und Gemeinden, vom Landesverband Lippe, den Sparkassen und dem Kreis Lemgo selber.

Ihren heutigen Namen „Wohnbau Lemgo eG“ erhielt die Genossenschaft 1973. Hintergrund war die Schaffung des Kreises Lippe. Der im alten Firmennamen enthaltene „Kreis Lemgo“ war nicht mehr existent und musste ersetzt werden.  

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