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1950-1974

Nachdem in der unmittelbaren Nachkriegszeit zerstörte Wohnungen wieder aufgebaut werden mussten, konnte die Bau- und Siedlungsgenossenschaft 1951 dazu übergehen, erste Neubausiedlungen in Angriff zu nehmen, um die extreme Wohnungsnot in dieser Zeit beseitigen zu helfen. Allein bis 1957 entstanden so 370 Neubauwohnungen, darunter 306 Miet- sowie 64 Eigentumswohnungen und Eigenheime.

„Bei den neuen inzwischen bereits begonnenen Bauvorhaben im Langerfeld handelt es sich nun einmal um vier Eigenheime (zwei Doppelwohnhäuser) des sog. Iserlohner Typs. mit vier Dreizimmer- und vier Vierzimmer- Wohnungen. Anschließend werden im Flüchtlingseigenheim-Programm im Langerfeld und am Falkenweg je vier weitere Eigenheime gebaut. Dazu kommen schließlich noch im „Werkförderungsprogramm“ der Firma Mengeringhaus im Hasenwinkel drei Häuser mit insgesamt 18 Wohnungen. Schließlich sind inzwischen auch Verhandlungen mit dem Polizeiausschuss Arnsberg abgeschlossen worden; die Pläne, zum Neubau von acht Wohnungen für Polizeibeamte (ebenfalls im Hasenwinkel vorgesehen) liegen beim Regierungspräsidenten. Insgesamt handelt es sich also um ein Projekt, mit dem 50 Wohnungen geschaffen werden sollen; der Kostenaufwand beläuft sich auf 500.000 DM.“ (Westfalenpost 12.3.1951)

1958 entstand an der Nussbergstrasse eine weitere größere Siedlung mit neun Doppelhäusern und 108 Wohnungen für Flüchtlingsfamilien. Ebenso waren 24 Neubauwohnungen im Hasenwinkel für Flüchtlingsfamilien vorgesehen. Ende der 1950er Jahre begann die Bau- und Siedlungsgenossenschaft schließlich mit der Planung für ihr größtes Siedlungsprojekt „Iserlohnerheide“.

Hier entstand bis Mitte der 1960er Jahre ein neuer Stadtteil mit 320 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und Bungalows nebst einem Stadtteilzentrum. Die Wohnungen sollten vor allem jung verheirateten Ehepaaren und Familien zugute kommen. Die neu gegründeten haushalte hatten es bis dahin, in einer Zeit des Wohnungsmangels, schwer gehabt, überhaupt einen eigenen Hausstand zu gründen.. Die Siedlungsplanung geschah nach damals modernsten Kriterien: „..alle Wohnhäuser sind nur durch Gehwege erreichbar, alle Häuser, ob hoch oder niedrig, stehen so, daß kein Bewohner in der Sicht zum nahen Wald beeinträchtigt wird... Ein kleines Geschäftszentrum soll später den Hausfrauen den Weg zu weiter entfernt liegenden Läden ersparen“. Nach der Fertigstellung weiterer kleinerer Bauprojekte, verfügte die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Mitte der 1970er Jahre über rund 1000 Wohnungen.
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