1950-1974
Nun kann der Wiederaufbau beginnen
Obwohl die nach der Währungsreform noch verbliebenen Eigenmittel, gemessen an dem enormen Kapitalbedarf, noch relativ gering sind, kann nun ein organisierter Wiederaufbau und ein systematischer Neuaufbau beginnen. Und schon der Geschäftsbericht für das Jahr 1951 weist beim Spar- und Bauverein 4253 inzwischen wieder voll bewohnbare Wohnungen aus, 25 bewohnbare Wohnungen mit Teilschäden und lediglich noch 163 zerstörte und unbewohnbare Wohnungen.
In seiner Sitzung am 16. Mai 1952 beschließt der Aufsichtsrat die Wiederwahl von Wilhelm Dieckmann und Friedrich Ehmke als Vorstandsmitglieder und wählte neu in den Vorstand die bis dahin als Aufsichtsratsmitglieder fungierenden Otto Janssen, Wilhelm Mürmann und Anton Schmidt sowie den nach dem Tode von Wilhelm Unverhau im Jahre 1935 eingetretenen Geschäftsführer der Genossenschaft, Friedrich Reckermann. Im Protokoll festgehalten: "Herr Reckermann wird wegen seiner besonderen Verdienste um die Genossenschaft zum Direktor ernannt." Reckermann soll für das Unternehmen der Mann des Wiederaufbaus werden.
Schon am Tage des 60jährigen Bestehens der Genossenschaft, am 4. März des Jahres 1953, kann stolz berichtet werden, dass alle Trümmer beseitigt und alle Ruinen-Grundstücke wieder aufgebaut sind. Neben dem zügigen Wiederaufbau betätigt sich die Genossenschaft auch umfangreich im Bergarbeiter- und Stahlarbeiterwohnungsbau. Jedoch erst im Jahre 1955 soll das, nach den Plänen des Dortmunder Architekten Friedrich Lessing wiederaufgebaute Verwaltungsgebäude bezogen und auch erst dann das erste Auto angeschafft werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt verfügt die Genossenschaft über 5133 Wohnungen und eine Vielzahl von Gewerbeobjekten. Sie hat 10.797 Mitglieder, die 10.964 Anteile, d.h. rund 4,2 Mio. DM Geschäftsguthaben, gezeichnet haben.
Von Rekord zu Rekord
Doch damit soll der Wiederaufbau erst richtig beginnen. In den folgenden Jahren wird die Genossenschaft gewissermaßen von Rekord zu Rekord eilen. Die Geschäftsberichte jener Jahre lesen sich mehr als eindrucksvoll, beispielsweise jener für das Jahr 1961. In Sölde lässt die Genossenschaft 208 Wohnungseinheiten neu beziehen, in Bracke 1466 Wohnungen, hier werden auch 12 Zentralwaschküchen neu ihrer Bestimmung übergeben. In Brünninghausen werden fünf Eigenheime von ihren Besitzern übernommen. Begonnen werden in diesem Jahr mit dem Ziel, sie im Jahre 1962 bezugsfertig zu haben, in Schüren 244 Wohnungen und 50 Garagen, in Asseln 141 Wohnungen, ein Laden und 30 Garagen und in Brackel 6 Wohnungen. Als weitere begonnene Baumaßnahmen werden ganz nebenbei in verschiedenen Stadtteilen 150 Garagen und 12 Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung ausgewiesen. Man wird am Jahresende 1961 6.911 Wohnungen zählen mit fast 400.000 qm Wohnfläche.
Neben diesem enormen Neubauprogramm müht sich die Genossenschaft allerdings schon damals um Maßnahmen der Instandsetzung und Modernisierung. Der damalige aktuelle Geschäftsbericht macht dies deutlich: "Auch bei den laufenden Reparaturarbeiten war ein weiteres Ansteigen der Preise festzustellen. Diese Tatsache ergibt sich ganz eindeutig aus der bekannten Hochkonjunktur im Baugewerbe. Durch den Umstand, dass für Reparaturleistungen kaum Akkordsätze vereinbart werden können, wurden erteilte Aufträge langsam und mangelhaft ausgeführt. Die im Berichtsjahr aufgewendeten Mittel fanden im wesentlichen Verwendung für Fenster- und Treppenhausanstriche, Fußbodenerneuerungen, Dachreparaturen und Neueindeckungen."
Besondere Sorge bereitet damals auch wieder der Zustand der Gartenanlagen. Verschiedene Anlagen müssen mit erheblichem Kosten- und Arbeitsaufwand grunderneuert werden, weil auch Mitglieder durch Unverständnis Gartenanlagen zerstören oder durch ihre Kinder zerstören lassen. "Hier fehlt es tatsächlich noch sehr an einer richtigen genossenschaftlichen Einstellung, andererseits muss dankbar hervorgehoben werden, dass viele Bewohner die Pflanzflächen vor ihren Fenstern selbst in Ordnung halten und pflegen", wie der Geschäftsbericht vermerkt.
Schon in den Jahren zuvor hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft mit der Erhöhung der Geschäftsanteile beschäftigt. Man war der Auffassung, dass eine Heraufsetzung der Geschäftsanteile wegen der ständig steigenden Bau- und Grundstückskosten unumgänglich sei. Die Stärkung des Eigenkapitals musste also eine der Hauptaufgaben bleiben, wenn die Verpflichtungen gegenüber den noch nicht wohnungsversorgten Mitgliedern erfüllt werden sollten. In der Sitzung im Dezember 1957 beschließen dann die Delegierten der Vertreterversammlung fast einstimmig die Erhöhung der Geschäftsanteile auf 750 DM. Diese solidarische Selbsthilfe bringt die Genossenschaft wieder einen erheblichen Schritt voran.
Durch das Gesetz über den Abbau der Wohnungszwangswirtschaft und über ein soziales Miet- und Wohnrecht vom 23. Juni 1960 wird die seit ca. 40 Jahren bestehende Wohnungszwangswirtschaft beseitigt. Mit diesem Gesetz werden auch die Wohnungen in Gebäuden der Genossenschaften von der Wohnraumbewirtschaftung ausgenommen, die bis zum 20. Juni 1948 bezugsfertig waren.
Was ist die richtige Betriebsgröße?
Im Jahre 1963 feiert man beim Dortmunder Spar- und Bauverein das 70jährige Bestehen. In diesen Jahren beginnt die Diskussion darüber, welches denn die optimale Betriebsgröße für eine Baugenossenschaft sei. Ob eine Baugenossenschaft mit 200, 300 oder 400 Wohnungen nicht doch zu klein sei. Ob eine Baugenossenschaft mit 4000, 5000 oder 6000 Wohnungen nicht zu groß sei. Die, die diese Diskussion eröffnen, betrachten die Genossenschaft vor allem in ihrer ökonomischen und juristischen Form. Die Genossenschaft als soziales Gebilde spielt zunächst kaum eine Rolle bei den Erörterungen. Im nachhinein muss man jedoch einräumen, dass damit ein wesentlicher Punkt bei der Beurteilung einer Genossenschaft ausgeklammert wird. Denn eine Genossenschaft war vor hundert Jahren und ist heute und wird in weiteren hundert Jahren immer noch sein ein Zusammenschluss von Menschen, die ihre wirtschaftliche Situation im Zuge der gemeinschaftlichen Selbsthilfe verbessern wollen. Dies auch, wenn es lediglich um einen geringen Ausschnitt des gesamten ökonomischen Spektrums geht. Das Verhältnis der Mitglieder zu ihrer Organisation, ihrer Genossenschaft, ihrem Unternehmen also, ist wesentlich und vor allem davon bestimmt, ob sie bei ihrem Tun auch den nötigen Erfolg haben. Herrscht also hier, bei den Mitgliedern der Genossenschaft Übereinstimmung, so arbeitet die Genossenschaft erfolgreich.
Denn Grundlage der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder. Werden also die Erwartungen, die sich an die genossenschaftliche Leistungsfähigkeit richten, erfüllt, können die Mitglieder ihre Situation durch Eigeninitiative und die genossenschaftliche Leistungserstellung verbessern, so klappt für sie die Mitgliederförderung. Und spürbar ist vor allem, wenn sich ihre wirtschaftliche Situation verbessert. Wenn sie also möglichst schnell in den Genuss der Wohnung kommen oder doch der Zeitpunkt, wann dies der Fall sein wird, rasch und in überschaubaren Abständen näherrückt. Es folgen dann die Anforderungen nach einer kostengünstigen Miete. Dahinter rangieren dann bei den Mitgliedern der Genossenschaft die Wünsche nach Wohnungsreparaturen und der Instandsetzungsarbeiten am Haus und der gesamten Wohnanlage, also an ihrem Wohnumfeld. Diese Prioritäten zählen für die Genossenschaftsmitglieder. Und diese Prioritäten ziehen sich durch alle Wohnungsgenossenschaften hindurch, ganz gleich, ob es eine kleine Genossenschaft mit lediglich 100 Wohnungen ist, oder ob es sich um ein "Großunternehmen" innerhalb des Genossenschaftsverbandes, also um eine Wohnungsgesellschaft mit 10.000 Wohnungen oder mehr handelt.
Eine Umfrage unter Genossenschaftsmitgliedern ergibt folgende Prioritätenliste: - Die Mitglieder fühlen sich mit ihrer Genossenschaft verbunden. - Dennoch lässt die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit zu wünschen übrig. - Zum Teil liegt das an der Unkenntnis über die Möglichkeiten, an der Selbstverwaltung mitzuwirken. - Das Interesse an regelmäßiger Information ist hoch, es könnte zur Aktivierung der Mitglieder noch stärker genutzt werden. - Die Mitglieder sind vor allem an der wirtschaftlichen Förderung interessiert. - Die Wohnungsbaugenossenschaften werden nicht als Selbsthilfe-, sondern als Dienstleistungsunternehmen aufgefasst. - Insofern wird ein Unterschied zu anderen Wohnungsunternehmen nicht gesehen. - Die überwiegende Zahl der Mitglieder ist mit den Leistungen ihrer Genossenschaft zufrieden. - Sie wären deshalb auch nur im Ausnahmefall bereit, aus ihrer Genossenschaft auszutreten.
Die Größe der Genossenschaft spielt also keine oder kaum eine Rolle. Entscheidend ist die Leistungsfähigkeit des genossenschaftlichen Unternehmens. Und diese hängt von der Qualität der Führung ab. Ganz gleich, ob es sich um eine kleine oder große Genossenschaft handelt, das Management muß stimmen. Daß dies beim Dortmunder Spar- und Bauverein der Fall ist, lässt sich über einhundert Jahre nachvollziehen. Aus den kleinen Anfängen über die mittelgroße Genossenschaft bis hin zu ihrer heutigen Betriebsgröße arbeitet diese Genossenschaft stets erfolgreich. Erfolgreich für ihre Mitglieder!
Auch eine Förderung der Mitglieder: Mietsenkung
Was man beim Dortmunder Spar- und Bauverein unter der Förderung der Mitglieder versteht, macht auch der Geschäftsbericht für das Jahr 1963 deutlich: "Auch das Jahr 1963 war ein erfolgreiches Geschäftsjahr in der Entwicklung unserer Genossenschaft. Das Ergebnis unserer Arbeit liegt sowohl bei dem Neuzugang an Mitgliedern und Sparern als auch bei der weiteren Neuproduktion von Wohnungen. . . Am 12. Juli 1963 hat der Bundesrat das Wohnbeihilfegesetz (endgültiges Gesetz über die Gewährung von Miet- und Lastenbeihilfen) und das Erste Gesetz zur Änderung mietrechtlicher Vorschriften, die gemeinsam mit den bereits verkündeten neuen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches einen Teil des sozialen Miet- und Wohnrechts darstellen, gebilligt. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Wege zum Abbau der Wohnungszwangswirtschaft vollzogen. Unsere Genossenschaft hat ganz bewusst in echter Selbstbeschränkung und richtig verstandener Wohlfahrt von der Möglichkeit der Mieterhöhungen keinen Gebrauch gemacht und darüber hinaus für 3538 Altbauwohnungen ab 1. Juli 1963 Mietsenkungen ausgesprochen. Mit dieser Maßnahme ist der Anfang gemacht, dem durch die verschiedensten gesetzlichen Bestimmungen Mietenwirrwarr, soweit unsere Genossenschaft betroffen ist, allmählich ein Ende zu setzen. An dieser Stelle möchten wir erneut betonen, dass das Wohnungswesen für uns eine soziale Aufgabe ist."
Im Jahr 1965 werden 150 Wohnungen neu bezogen, über 400 Wohnungen werden neu in Angriff genommen. Mit einem Zugang von 1049 neuen Mitgliedern erhöht sich die Mitgliederzahl auf weit über 13.000, fast 15.000 Anteile der Genossenschaft sind nun gezeichnet. In diesem Jahr beginnt die Diskussion über die Wohnungsgemeinnützigkeit. Der Rechenschaftsbericht des Vorstands für das Jahr 1965 hält fest: "Die nach der Bundestagswahl wiederholt geäußerte politische Meinung, die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen zu privatisieren, war in den letzten Monaten nicht mehr so massiv zu vernehmen. Solche Absichten würden auch zweifellos auf verfassungsmäßig und rechtlich unhaltbaren Voraussetzungen beruhen."
Wünschenswerte Alternative
Denn gerade auch in der sog. sozialen Marktwirtschaft bieten die Baugenossenschaften die Form des ökonomischen Zusammenschlusses, die den einzelnen in der Gemeinschaft in die Lage versetzt, zu seinem Anteil am Gemeinwohl, zumindest in der Wohnraumversorgung zu angemessenen Preisen, zu kommen. Darüber hinaus sichern Wohnungsbaugenossenschaften ihren Mitgliedern ein lebenslanges Wohnrecht. Deshalb stellen sie in der erwerbswirtschaftlichen Wirtschaftsordnung die wünschenswerte Alternative dar, die das Individuum fördert, schützt und wettbewerbsfähig macht.
Nicht von ungefähr hat das Prinzip der Selbsthilfe, das der zentrale Motor der Genossenschaftsbewegung ist, über hundert Jahre hinweg seine Aktualität behalten. Und als willkommener Nebeneffekt wird noch die Gemeinschaft entlastet. Zudem wird wie kaum anderswo dem Subsidiaritätsprinzip bei den Genossenschaften Geltung verschafft. Nach diesem Subsidiaritätsprinzip sind staatliche Interventionen erst dann gerechtfertigt, wenn andere, vor allem alle privatrechtlichen Mittel ausgeschöpft sind. Und nur bei den Wohnungsgenossenschaften hat die Idee der Subsidiarität diese hohe Entwicklungsstufe erreicht. Nicht zuletzt deshalb spielt das Prinzip auch dort diese herausragende Rolle.
Im Jahre 1966 ist die Genossenschaft dann gezwungen, wegen der Neuzugänge von nichtwohnungsversorgten Mitgliedern und der Preisentwicklung am Baumarkt die Geschäftsanteile zu erhöhen. Durch einstimmigen Beschluss wird der Wert der Geschäftsanteile und damit auch die Haftsumme von bis dahin 750 auf 1000 DM angehoben. "Auch diese notwendige Maßnahme wurde in Mitgliederkreisen begrüßt", wird im Geschäftsbericht hervorgehoben. Weiter heißt es: "Die Kapitalmarktverhältnisse waren für den sozialen Wohnungsbau katastrophal. Die Preise für Baustoffe und Löhne stiegen weiter. Erst gegen Jahresende (1966) war eine gewisse Preisberuhigung zu verzeichnen. Bezogen wurden 74 Wohnungen. Zum Jahresende 1966 waren darüber hinaus insgesamt 631 Altbauwohnungen mit einem Kostenaufwand von rund 6 Mio. DM modernisiert."
75jähriges Jubiläum
Im Jahre 1968 wird der Spar- und Bauverein 75 Jahre alt. Der Bestand der Genossenschaft hat sich jetzt auf über 8000 Wohnungen erhöht. Weiterhin sind im Bau bzw. in der Planung 1050 Wohnungen und 257 Garagen. Im Geschäftsbericht heißt es dazu: "Das Wachsen der Genossenschaft ergab sich aus den Möglichkeiten in den letzten Jahren. Fortschreitende Entwicklungen und gesteigerte Ansprüche stellen immer neue Aufgaben. Das Bewusstsein aber, vielen Tausenden mit ihren Familien ein neues Heim geschaffen zu haben, beherrscht auch das weitere Planen und Wirken aller Verantwortlichen, wobei die Wohnungsversorgung der jungen Familien und die sinnvolle Unterbringung der Alten und Alleinstehenden die Zukunftsaufgaben sein werden."
,,75 Jahre sind in der Menschheitsgeschichte eine nicht unerhebliche Zeitspanne. Angesichts der großen Veränderungen seit der Jahrhundertwende stellt sich die Frage nach dem Bleibenden. In der Geschichte unseres Unternehmens erscheint als entscheidende Tatsache, dass die dem sozialen Gedanken zugrundeliegenden Prinzipien sich in den 75 Jahren des Bestehens unserer Genossenschaft kaum verändert haben. Die schlimmste Krise gerade nach dem Zusammenbruch (des Dritten Reiches) wurde nicht zufällig überwunden, sondern nur durch gewissenhafte und aufreibende Arbeit gemeistert, gepaart mit der alten deutschen Gründlichkeit, die heute allerdings so sehr vermisst wird. . ."
"Es ist uns an diesem Jubiläumstage ein Bedürfnis, allen, die zur Aufwärtsentwicklung der Genossenschaft beitrugen, herzlich zu danken. Dieser Dank gilt ganz besonders den treuen Mitgliedern und der großen Zahl der ehrenamtlichen Helfer, die auch heute noch das Eigentum der Genossenschaft als das ihre betrachten und entsprechend schonen!"
Stetiges Wachstum
Die folgenden Jahre sind von einem stetigen Wachstum der Genossenschaft wie auch der gesamten deutschen Wohnungswirtschaft gekennzeichnet. Auch in den siebziger Jahren gibt es zwar immer noch sichtbare Kriegsschäden im Land. Doch diese werden nun beseitigt. Zugleich entstehen große neue Siedlungen. Ende der siebziger Jahre kann dann die Wohnungsnot als überwunden gelten. Zugleich laufen nun die ersten umfangreichen Modernisierungsprogramme an. Der Althausbestand erfordert nun häufig und manchmal auch dringend eine Renovierung. Auch die in der Eile der unmittelbaren Nachkriegsjahre erstellten Wohngebäude zeigen erste Schäden und müssen dringend modernisiert, zu einem nicht unerheblichen Teil auch bereits wieder instandgesetzt werden.
Unsere Dortmunder Wohnungsbaugenossenschaft verfügt nun über mehr als 9400 Wohnungen. Zusätzlich wurden über 2100 Wohnungen veräußert, 82 gewerbliche Einheiten nennt das Unternehmen ferner sein eigen, Läden, Gaststätten, Metzgereien, Bäckereien, Arztpraxen, Bankfilialen und eine Kindertagesstätte. Zum Verwaltungsbesitz zählen darüber hinaus mehr als 1200 Garagen und knapp 1300 Einstellplätze. Zwar ist in der Spareinrichtung ein Rückgang der Spareinlagen zu beobachten, "immerhin wurden jedoch noch 4,278 Mio. DM eingezahlt, so dass einschließlich der Zinsgutschriften von 1,7 Mio. DM ein Gesamtbetrag von 26.998 Mio. DM erreicht werden konnte", heißt es dazu.
(aus Festschrift: 100 Jahre Spar- und bauverein Dortmund eG, 1893-1993)
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