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1930-1949

Ab 1929, mit der beginnenden Weltwirtschaftskrise, war es trotz weiterhin bestehender Wohnungsnot kaum noch möglich, genügend Wohnungen zu bauen. Aus politischen Gründen, aber auch, um wirtschaftlich leistungsfähige Unternehmen zu schaffen, betrieben die Nationalsozialisten schließlich die Verschmelzung von Wohnungsgenossenschaften. Aus dem Beamten-Wohnungs-Verein (1161 WE) wurde 1943 die „Wohnungsgenossenschaft Heimkehr eG“ unter Einschluss der kleineren Baugenossenschaft Heimkehr (835 WE), die allerdings zur Namensgeberin des heutigen Unternehmens wurde, des bereits 1895 gegründeten Spar- und Bauvereins Wülfel (307 WE) und des Spar- und Bauvereins Döhren (185 WE). Zuvor, 1941, hatten sich bereits der gemeinnützige Bauverein Ricklingen und die Baugenossenschaft Heimkehr zusammen geschlossen. Mit dem Zusammenschluss 1943 sollte ein schlagkräftiges und wettbewerbsfähiges Genossenschaftsunternehmen entstehen, das am Tag der Fusion über 2.488 Wohnungen verfügte.

Aber schon im Jahr des Zusammenschlusses fielen aber die ersten Bomben auf die Häuser der Genossenschaft. Bis Ende des Krieges 1945 waren mehr als 40 Prozent des Hausbesitzes der Heimkehr total zerstört und weitere 42 Prozent der Wohnungen zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Bis zur Währungsreform blieb nichts anderes übrig, als einigermaßen intakt gebliebene Wohnungen provisorisch instand zu setzen.  Am Tag der Währungsumstellung auf die Deutsche Mark im Juni 1948 konnten 726 Wohnungen der Heimkehr immer noch nicht wieder genutzt werden.

Ein wichtiger Tag in der Geschichte der Heimkehr war der 26. Juli 1947. Es war - wie man will - die Stunde Null oder der Tag der Wiedergeburt des Unternehmens nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg.

Die DM-Eröffnungsbilanz wies 1948 für die Heimkehr 234 Häuser mit 1.762 Wohnungen sowie 30 Läden im Gesamtwert von 8,16 Mio. DM aus. Unter dem Vorsitz von Gustav Wedemeyer, der bereits seit 28 Jahren leitende Funktionen im Unternehmen bekleidete, und den Vorständen Heinrich Kothe und Heinrich Schriever begann ein großzügiger Wiederaufbau.

Zunächst ging es bei den Instandsetzungsarbeiten darum, nach gewissen Prioritäten vorzugehen. Im ersten Schritt machte man die Häuser regendicht: Dächer wurden gedeckt und Abfallrohre montiert. Im zweiten Schritt mussten Fenster verglast oder ganz ersetzt werden. Zugleich lief der Wohnungsneubau der Heimkehr auf vollen Touren. Allein zwischen Mitte 1948 und Ende 1949 baute die Genossenschaft trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nicht weniger als 101 Wohnungen in verschieden Stadtteilen.

(aus Festschrift: 100 jahre Heimkehr eG, 1900-2000)
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