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1930-1949

Eine Unterbrechung ihres Vorankommens musste die Baugenossenschaft Ende der zwanziger Jahre hinnehmen. Die Weltwirtschaftskrise führte dazu, dass auch hier finanzielle Schwierigkeiten für eine starke Beeinträchtigung der Arbeit sorgten. Viele Mitglieder wurden arbeitslos, konnten ihre Mieten nicht mehr zahlen, die Gemeinnützig Baugenossenschaft Brackwede eG (GBB) stand vor dem Konkurs und vor der Zwangsverwaltung. Die Ravensberger Heimstättengesellschaft mbH übernahm ab 1935 die Mitverwaltung der Baugenossenschaft, mit der Folge, dass im Laufe des Jahres auch die Bautätigkeit wieder aufgenommen wurde.

Der Zweite Weltkrieg brachte einen erneuten Einschnitt mit sich. Die Bautätigkeit ruhte, die Arbeit der Genossenschaft beschränkte sich auf die Verwaltung des vorhandenen Bestandes von 34 Häusern mit 164 Wohnungen. Mit dem Ende des Krieges war die Nachfrage nach Wohnraum enorm hoch. Zerstörte Wohnungen und der Zustrom von Flüchtlingen führten zu einem Wohnungsnotstand. Die GBB konnte dank vorhandener Landesmittel 1949 mit dem Bau neuer Wohnungen beginnen. Schlicht und einfach und mit geringstem Geld- und Sachaufwand wurde in der damaligen Notsituation für viele Familien in kürzester Zeit neuer Wohnraum geschaffen.

(aus Festschrift: 75 Jahre Gemeinnützige Baugenossenschaft Brackwede eG, 1924-1999)
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