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1919-1929

1919 hatte die Genossenschaft 1163 Mitglieder. In den nächsten 10 Jahren bis 1929 erhöhte sich die Mitgliedschaft weiter auf 2590. Im gleichen Zeitraum baute die Genossenschaft rund 1400 neue Wohnungen zunächst weiter in ihrem Heimatstadtteil Neu-Ehrenfeld, danach aber auch in Ehrenfeld.

Mit dem Wachstum der Genossenschaft war die Bindung zu den Mitgliedern nicht mehr so eng wie zuvor. Daher wurde ab 1919 für die Belange der Mieter ein besonderer Mieterausschuss tätig. Einem Antrag auch für die Untermieter der Erwerbshäuser einen solchen Mieterausschuss zu gründen, wurde aber nicht entsprochen.

Der Wohnungsbedarf nach dem Ersten Weltkrieg war gerade für neu gegründete junge Familien enorm. Die beginnende Inflation führte dazu, dass auch jetzt nur wenig gebaut werden konnte, so dass ab 1920 zunächst keine Mitglieder mehr aufgenommen wurden, die nicht wenigstens 5 Anteile übernahmen. Die Anforderungen an die Wohnungsbewerber stiegen in der Folgezeit derart an, "dass sie nur von solchen Familien erfüllt werden können, die eine mehr als durchschnittliche Einnahme haben", heißt es dazu im Bericht zur Generalversammlung von 1924.

Ab 1926 mussten die Wohnungsanwärter je nach Größe der Wohnung zusätzlich 2, 3 oder 4 Geschäftsanteile zu 300 M aufbringen. Einem Geschäftsbericht von 1928 ist zu entnehmen, dass Mitgliedern, die mit ihren Anteilen im Rückstand waren, die Kündigung nahegelegt wurde. Ab 1926 dehnte die Genossenschaft die Bautätigkeit auf das Gebiet von Ehrenfeld (Merken-, Schadow-, Liebig-, Schirmer-, Overbeck- und Simmrockstraße) aus, wo ausschließlich Miethäuser errichtet wurden. Finanzierungsschwierigkeiten hatten bereits Ende der 1920er Jahre zur Folge, dass der geplante weitere Wohnungsneubau wieder ins Stocken geriet.
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